Spionage-Verdacht
Kontrollgremium des Bundestags fordert Konsequenzen aus dem Fall Hanning

Das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestags hat die Bundesregierung aufgefordert, aus dem Spionageverdacht gegen den früheren BND-Präsidenten Hanning Konsequenzen zu ziehen.

    August Hanning, der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) im Jahr 2015.
    Der ehemalige BND-Präsident August Hanning (Archivbild) (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    In einer Mitteilung heißt es, das PKGr habe schon im Mai 2023 darauf hingewiesen, wie problematisch die Beratertätigkeit ehemaliger Spitzenbeamter sei. Diese strukturellen und organisatorischen Probleme müssten jetzt abgestellt werden.
    Neben Hanning sitzt auch dessen ehemaliger Büroleiter Manfred D. in Untersuchungshaft. Er wird verdächtigt, Hanning nach dessen Ausscheiden aus dem Bundesnachrichtendienst mit geheimen Dokumenten versorgt zu haben. Das Magazin "Der Spiegel" berichtet, der BND habe Manfred D. eine nebenberufliche Tätigkeit für Hanning vor geraumer Zeit genehmigt. Eine Sprecherin des BND lehnte eine Stellungnahme ab.
    Diese Nachricht wurde am 08.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.