
Etwa 340 Schulen im ganzen Land seien gestern von Blockaden oder Protestaktionen betroffen gewesen, teilte das Bildungsministerium in Paris mit. Dem Innenministerium zufolge wurden 440 Menschen festgenommen. Die meisten von ihnen hätten Sachbeschädigungen begangen oder Polizisten angegriffen.
Landesweit demonstrierten in Frankreich außerdem zehntausende Menschen für eine höhere Bezahlung im öffentlichen Dienst. Dem Gewerkschaftsbund CGT zufolge beteiligten sich insgesamt rund 300.000 Menschen, allein in der Hauptstadt Paris seien es rund 70.000 gewesen. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst Frankreichs beklagen Verluste beim Realeinkommen. Sie hätten seit knapp zehn Jahren lediglich fünf Prozent mehr Geld erhalten. Die Inflation habe in dieser Zeit jedoch 24 Prozent betragen.
Einer der Auslöser für die Kundgebungen ist der bevorstehende Haushaltsplan der französischen Regierung. Darin sollen Kürzungen von insgesamt 54 Milliarden Euro vorgesehen sein.
Diese Nachricht wurde am 30.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
