Berlin
Linksextremismus-Vorwürfe gegen Eralp überschatten Gespräche zur Regierungsbildung

Die für heute geplanten Verhandlungen über eine neue Landesregierung in Berlin werden von Vorwürfen gegen Linken-Spitzenkandidatin Eralp überschattet.

    Elif Eralp , Spitzenkandidatin der Partei Die Linke in Berlin, ist bis zu den Schultern abgebildet. Sie trägt eine weiße Bluse, die schwarzen langen Haare offen und roten Lippenstift. Sie schaut an der Kamera vorbei.
    Elif Eralp ist mit der Linken bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin am 20. September stärkste Kraft geworden und strebt das Amt der Regierenden Bürgermeisterin in einer rot-grün-roten Koalition an (picture alliance / Ipon / Stefan Boness)
    Eralp war lange Zeit Mitglied in dem vom Verfassungsschutz im Bereich Linksextremismus aufgeführten Verein Rote Hilfe. Darüber hinaus werden die Gespräche von den Vorwürfen des Antisemitismus gegen Teile der Links-Partei belastet. Außerdem gibt es Anschuldigungen wegen Kontakten zu Mitgliedern der organisierten Kriminalitäthaben.
    Elf Tage nach der Abgeordnetenhauswahl wollen Grüne und SPD ausloten, ob es dennoch zu Sondierungsgesprächen kommen kann. Die Linke hatte die Abstimmung am 20. September deutlich gewonnen. Eralp will Regierende Bürgermeisterin werden.
    Unter anderem von der Union kommt Kritik. Die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), Connemann, hatte SPD und Grünen bei RTL/NTV von einer Koalition mit der Linken Eralp abgeraten. Mit "so jemandem" könnten beide Parteien nicht koalieren, wenn sie sich nicht aus der bürgerlichen Mitte verabschieden wollen. Wie solle ein Investor zukünftig noch in Berlin investieren, wenn er wisse, da sei jemand, der einem linksextremistischen Verein angehört habe, fragte die CDU-Politikerin. Das zeige doch eine Verachtung für unseren Rechtsstaat.
    Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.