
Menschen mit Depressionen mögen vor allem Blau, mit Angststörungen Grau und mit Schizophrenie Schwarz. Es gab einen deutlichen Unterschied zu gesunden Testpersonen: Die nannten am häufigsten Gelb als Lieblingsfarbe, vor Grün, Rot und Blau. Woran das liegt, weiß man nicht genau. Vielleicht verändern psychische Störungen, wie unser Gehirn visuelle Reize verarbeitet. Und: Die Lieblingsfarbe kann sich nach einer Behandlung auch wieder ändern.
Bei gesunden Menschen scheint übrigens auch der kulturelle Hintergrund eine Rolle zu spielen: Bei Personen aus Europa ist Blau besonders beliebt, bei Personen aus asiatischen Ländern eher Rot und Gelb.
Speziell zur Farbe Blau erklärte der Farbpsychologe Axel Buether von der Bergischen Universität Wuppertal jüngst, dass sie im menschlichen Gehirn nachweisbar tiefe Erholungseffekte und körperliche Entspannungsreaktionen auslöse.
Diese Nachricht wurde am 31.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
