
Merz betonte, man werde die Unterstützung für die Ukraine so lange fortsetzen, bis der Krieg beendet sei. Deutschland helfe der Ukraine in eigenem Interesse. Der Ausgang des Krieges werde die europäische Sicherheit für lange Zeit prägen. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur sollen die zusätzlichen deutschen Hilfen für die Ukraine 200 Millionen Euro umfassen. Etwa die Hälfte davon soll aus dem Etat des Auswärtigen Amtes kommen.
Selenskyj warnt vor der Aufrüstung Russlands
Selenskyj dankte der Bundesregierung und allen Deutschen für die Unterstützung. Die Rolle Europas bleibe weiterhin wichtig, denn jeden Tag greife Russland Dörfer und die Energiewirtschaft in der Ukraine an. Auf der Berliner Sicherheitskonferenz BSC warnte er zugleich vor einer russischen Aufrüstung. Selenskyj forderte die Europäer zu verstärkten gemeinsamen Anstrengungen für die eigene Verteidigung auf. Man dürfe sich keine Illusionen über die weiteren militärischen Ambitionen des russischen Präsidenten machen. Selenskyj kam im Anschluss mit Bundespräsident Steinmeier zusammen.
Pistorius äußert sich skeptisch zu Wiederaufnahme von Friedensgesprächen
Thema der Beratungen dürfte auch die geplante Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen gewesen sein. Kommende Woche sollen in Abu Dhabi unter US-Vermittlung Unterhändler der Ukraine und Russlands erstmals seit Februar wieder über ein Ende des Krieges beraten.
Bundesverteidigungsminister Pistorius hegt hinsichtlich der Gespräche keine großen Erwartungen. Im vergangenen Jahr sei bei jeder Art von Verhandlungen nichts herausgekommen außer noch schwereren Bombardierungen der Ukraine, sagte der SPD-Politiker nach einem Treffen mit seinem britischen Amtskollegen Streeting.
Selenskyjs Deutschland-Besuch steht unter dem Eindruck weiterer massiver russischer Luftangriffe auf die Ukraine.
Diese Nachricht wurde am 03.11.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.







