US-Militäreinsatz in Venezuela
Merz spricht von schwieriger Einordnung des US-Einsatzes - Auswärtiges Amt erlässt Reisewarnung

Bundeskanzler Merz äußerte sich vor wenigen Minuten im Netzwerk X. Er sagte, Maduro habe sein Land - so wörtlich - ins Verderben geführt. Die Einordnung der rechtlichen Umstände des US-Einsatzes in Venezuela benötige Zeit. Maßstab bleibe das Völkerrecht, betonte der CDU-Vorsitzende. Ziel für Venezuela sollte nach den Worten des Kanzlers ein geordneter Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung sein. Das Auswärtige Amt gab inzwischen eine Reisewarnung für ganz Venezuela aus.

    Das Foto zeigt Rauch am Flughafen La Carlota in Caracas.
    Venezuela - Explosionen in Caracas (AP / dpa / Matias Delacroix)
    Die im Bundestag vertretenen Parteien reagieren unterschiedlich auf den Militärschlag der USA. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hardt, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, das Ende der Herrschaft von Staatschef Maduro sei ein Signal der Hoffnung für Venezuela. Die stellvertretende Fraktionschefin der SPD im Bundestag, Möller, sowie Grünen-Chefin Brantner verurteilten im Deutschlandfunk den US-Einsatz übereinstimmend als Bruch des Völkerrechts. Linke-Chef van Aken warf US-Präsident Trump Staatsterrorismus vor.
    Der außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Frohnmaier, sagte dem Deutschlandfunk, grundsätzlich halte seine Partei am Prinzip der Nichteinmischung fest, für eine abschließende Bewertung wolle man aber die Begründung der USA für den Einsatz abwarten.
    Diese Nachricht wurde am 03.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.