Drohung mit Gerichtsweg
Milei setzt Großbritannien Frist im Streit um Ölförderung nahe den Falklandinseln

Im Streit um Ölförderungs-Pläne nahe den Falklandinseln hat die argentinische Regierung Großbritannien eine Frist gesetzt.

    Argentiniens Präsident Javier Milei steht vor einem Mikrofon und winkt ins Publikum.
    Argentiniens Präsident Javier Milei (AFP / LUIS ROBAYO)
    Wenn man das Projekt nicht binnen zwei Wochen aufgebe, werde sein Land den Internationalen Seegerichtshof in Hamburg anrufen, erklärte Argentiniens Präsident Milei auf der Plattform X. Hintergrund sind Pläne einer britisch-israelischen Firmengruppe, in der Region Erdöl zu fördern.
    Milei sieht in einer einseitigen Ausbeutung der natürlichen Ressourcen der Falklandinseln unter britischer Lizenzvergabe einen Verstoß gegen UNO-Resolutionen und das Völkerrecht.
    Die Falklandinseln etliche hundert Kilometer östlich der Südspitze Argentiniens sind ein britisches Überseegebiet, das seit 1833 von Argentinien beansprucht wird. 1982 griff die damalige argentinische Junta die Inseln an. Nach knapp vier Wochen Krieg gegen herbeigeeilte britische Truppen kapitulierte Argentinien. In der Folge stürzte die Militärdiktatur.
    Diese Nachricht wurde am 29.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.