"Wähler wollen Politikwechsel"
Nach Kritik aus der SPD: Juso-Chef Türmer verteidigt mögliche rot-grün-rote Koalition in Berlin

Der Juso-Vorsitzende Türmer ist Vorbehalten gegenüber einer möglichen Koalition von SPD, Grünen und Linken in Berlin entgegengetreten.

    Der Bundesvorsitzende der Jungsozialisten (Jusos), Philipp Türmer, in einer Rede vor den Delegierten beim Bundeskongress in Mannheim.
    Juso-Chef Philipp Türmer: In Rot-Grün-Rot steckt eine Chance (Harald Tittel / dpa)
    Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus hätten die Berliner klar gemacht, dass sie sich einen Politikwechsel wünschten, sagte der Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation im ARD-Fernsehen. Türmer wies insbesondere die Kritik an den Plänen zur Vergesellschaftung von Wohnraum zurück. Zudem seien die Forderungen der Linken zur Abschaffung des Verfassungsschutzes in Berlin und zu Kürzungen bei der Polizei "abgeräumt" worden.

    20 SPD-Bundestagsabgeordnete warnen vor Koalition mit der Linken in Berlin

    20 Bundestagsabgeordnete der SPD warnten dagegen vor einer Koalition. Es gebe einen erheblichen Zweifel an der politischen Verlässlichkeit des Linken-Landesverbandes, heißt es in einer Erklärung.
    Grüne und SPD entscheiden heute über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Linken. Letztere will ihre Entscheidung erst auf einem Parteitag am 31. Oktober fällen.
    Diese Nachricht wurde am 19.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.