
Nach einer Großdemonstration gestern in der Hauptstadt Madrid mit mehreren Zehntausend Teilnehmern hat sich dort ein Protestcamp gebildet. Berichten zufolge übernachteten Hunderte Menschen in Zelten auf dem zentralen Platz Puerta del Sol. Ministerpräsident Sánchez erklärte, seine Regierung arbeite mit Hochdruck an einem Maßnahmenpaket gegen die Wohnungsnot. Am Dienstag solle darüber beraten werden. Geplant sind unter anderem striktere Regelungen für Zwangsräumungen.
Anlass für die Proteste ist das Schicksal einer 87-jährigen Frau. Sie hatte 70 Jahre lang in ihrer Wohnung in Madrid gelebt. Am Mittwoch wurde die Wohnung jedoch zwangsgeräumt, nachdem ein Investor die Immobilie erworben und die Miete nach Angaben des Mieterverbands um ein Vielfaches erhöht hatte.
Diese Nachricht wurde am 27.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




