
Er betonte, die Eintracht und die Stärke des Bündnisses hätten seit 1949 entscheidend dazu beigetragen, eine kriegerische Auseinandersetzung mit Russland zu verhindern. Die NATO sei das beste Beispiel, dass sich Geschlossenheit bewährt habe.
Der Bundeskanzler betonte zudem die Verantwortung Deutschlands, die Ukraine gegen die anhaltenden Angriffe Russlands zu unterstützen. Wörtlich sagte Merz: "Wanken wir in Deutschland, dann wankt Europa. Wankt Europa, dann wankt auch die Ukraine".
Preisgeld geht an ukrainische Organisation
Generalsekretär Rutte nahm den Preis im Namen der Soldatinnen und Soldaten und Beschäftigten in der NATO entgegen. Diese täten alles, um tagtäglich die Sicherheit für eine Milliarde Menschen in Europa und Nordamerika zu gewährleisten, sagte er in seiner Dankesrede. Das Preisgeld von 100.000 Euro kommt einer gemeinnützigen Organisation in der Ukraine zugute.
Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr auch die kirchliche Friedensinitiative "socioMovens" - für ihre Projekte mit jungen Menschen in Mittel- und Osteuropa.
Rutte: Russland testet Europa
Vor der Verleihung hatten Merz und Rutte das deutsch-niederländische Korps in Münster besucht und vor weiteren Luftraumverletzungen, Sabotageakten und hybriden Angriffen durch Russland gewarnt. Das Land teste Europa, sagte Rutte.
Proteste von Friedensgruppen
Gegen die Preisvergabe an die NATO demonstrierten am Donnerstag in Münster mehrere Friedensgruppen. Auch wurde ein neuer Alternativer Westfälischer Friedenspreis von einem gleichnamigen Verein ins Leben gerufen. Erster Preisträger ist das Kriegsdienstverweigerer-Netzwerk Connection aus Offenbach.
Westfälischen Friedenspreis seit 1998 vergeben
Der Internationale Preis des Westfälischen Friedens wird seit 1998 alle zwei Jahre von der "Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe" vergeben. Der Preis erinnert an den Westfälischen Frieden aus dem Jahr 1648, der in den Rathäusern von Münster und Osnabrück geschlossen wurde.
Zu den Preisträgern gehören unter anderem der ehemalige tschechische Präsident Havel, der frühere UNO-Generalsekretär Annan und Frankreichs Präsident Macron.
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Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




