Westjordanland
Palästinenser in Kusra dürfen doch in ihren Häusern bleiben

Im Westjordanland versucht die israelische Armee weiter, der Gewalt extremistischer Siedler gegen Palästinenser Herr zu werden.

    Israelische Soldaten stehen im besetzten Westjordanland im Dorf Kusra südlich von Nablus neben Siedlern Wache vor palästinensischen Häusern, die sie abgeriegelt haben.
    Israelische Soldaten stehen im besetzten Westjordanland im Dorf Kusra südlich von Nablus neben Siedlern Wache vor palästinensischen Häusern, die sie abgeriegelt haben. (Nidal Eshtayeh / AP / dpa / Nidal Eshtayeh)
    Inzwischen nahmen die Streitkräfte eine Evakuierungsanordnung für den Ort Kusra zurück. Dort waren mehrere palästinensische Familien aufgefordert worden, im Vorfeld einer Militäroperation ihre Häuser zu verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen und weitere Spannungen zu vermeiden.
    Die Situation in Kusra war zuletzt eskaliert. Radikale Siegler belagerten tagelang Häuser von Palästinensern. Laut Medienberichten verstärkte die Armee in der vergangenen Nacht ihre Präsenz. Soldaten entfernten Zelte der Siedler. Ein Israeli wurde festgenommen.
    Der US-Botschafter in Israel, Huckabee, nannte die Siedler in Kusra "Terroristen". Der rechtsextreme Sicherheitsminister Ben-Gvir sagte in einem Rundfunkinterview, einige von ihnen müssten gestoppt werden.
    Diese Nachricht wurde am 13.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.