Fußball
Premier League spricht Manchester City in Finanzaffäre schuldig - hohe Strafen drohen

Der englische Fußballverein Manchester City ist wegen Verstößen gegen die Finanzregeln in allen Anklagepunkten für schuldig befunden worden. Das hat die Premier League nun offiziell bestätigt.

    Blick in das Stadion von Manchester City
    Blick in das Stadion von Manchester City (IMAGO / Newscom World / IMAGO / Gary Oakley)
    Die Vorwürfe beziehen sich im Kern auf die Jahre 2009 bis 2018, in denen der Club dreimal englischer Meister wurde. Sie reichen von falschen Angaben zu Finanzen und Sponsoringeinnahmen bis zu unvollständigen Informationen über Trainer- und Spielergehälter. Dadurch habe der Verein umgerechnet rund eine Milliarde Euro verschleiert, um die Regeln der Premier League zu umgehen. Außerdem soll City bei der Aufklärung nicht ausreichend mit der Liga kooperiert haben.

    Punktabzug oder Zwangsabstieg?

    Das Strafmaß steht noch aus. Dem Ex-Verein von Trainer Pep Guardiola droht eine hohe Geldbuße und ein Punktabzug. Möglich wäre auch ein Ausschluss aus der Liga. Der Verein hat bis Freitag Zeit, Berufung einzulegen.
    Richard Masters, Chef der Premier League, bezeichnete das Verfahren und die Entscheidung als "den bedeutendsten Fall in der Geschichte der Premier League". Mehrere Medien hatten bereits über den Schuldspruch berichtet.

    City wurde schon 2020 verurteilt

    Bereits 2020 hatte die UEFA den Verein wegen Verstößen gegen das "Financial Fairplay" für zwei Jahre von den europäischen Wettbewerben ausgeschlossen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hob die Sperre aber später auf und senkte die Geldstrafe von 30 auf 10 Millionen Euro.
    Diese Nachricht wurde am 30.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.