Österreich
Prozess gegen René Benko - zweieinhalb Jahre Haft

Der österreichische Investor Benko ist erneut wegen Schädigung seiner Gläubiger schuldig gesprochen worden.

    Der Immobilien-Unternehmer René Benko umringt von Wachpersonal und Medienvertretern.
    René Benko ist erneut verurteilt worden. Er soll seine Gläubiger geschädigt haben. (Archivbild) (picture alliance / Barbara Gindl / APA / picturedesk.com)
    Das Landesgericht Innsbruck verurteilte den 49-Jährigen in einem teilweise neu aufgerollten Prozess zu zweieinhalb Jahren Haft. Benko war bereits im vergangenen Oktober in der Sache zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Dabei war er in einem Teilaspekt freigesprochen worden. Diesen Freispruch hob der Oberste Gerichtshof jedoch wieder auf. Daher kam es zur erneuten Verhandlung. 
    Konkret ging es um den Vorwurf, dass Benko 360.000 Euro an Mietkostenvorauszahlung für einen weiteren Wohnsitz geleistet hatte, obwohl er kurz vor der Insolvenz stand. Damit soll er Gläubiger geschädigt haben. Der Gründer des Immobilien- und Handelsimperiums Signa sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Im Zusammenhang mit dem Konkurs des Signa-Konzerns laufen noch mehrere Ermittlungsverfahren gegen Benko und weitere Personen. - In Deutschland gehörten dem Unternehmer zeitweise auch die Warenhauskette Galeria und das KaDeWe in Berlin.
    Diese Nachricht wurde am 22.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.