Ukraine-Krieg
Putin ordnet Aufstockung der Armee an - erneut Angriffe auf Kiew

Der russische Präsident Putin hat angeordnet, die Armee des Landes weiter aufzustocken. Er unterzeichnete ein Dekret, das 15.500 zusätzliche Soldaten vorsieht. Die letzte Aufstockung der Armee fand im Juli statt. Der ukrainische Präsident Selenskyj warf Russland in seiner abendlichen Videoansprache vor, mit einer zusätzlichen Mobilmachung begonnen zu haben.

    Feuerwehrleute versuchen, das im Vollbrand stehende Gebäude der Akademie der Wissenschaften zu löschen.
    Die russischen Angriffe gegen Städte der Ukraine gehen weiter. Auch die Akademie der Wissenschaften in Kiew wurde getroffen. (AP Photo / Dan Bashakov)
    Diese beziehe auch ausländische Staatsbürger mit ein, sagte Selenskyj. Ihm zufolge bereitet Nordkorea die Entsendung von 10.000 weiteren Soldaten vor.
    Die ukrainische Hauptstadt Kiew wurde unterdessen erneut Ziel russischer Angriffe . Nach Agenturberichten waren in der Nacht mehrere Explosionen zu hören. Es habe Angriffe mit Drohnen und Raketen gegeben. In der Stadt wurde Luftalarm ausgelöst.

    Papst ruft zu diplomatischer Lösung auf

    Papst Leo XIV. forderte neue Anstrengungen für Verhandlungen über ein Kriegsende. Man müsse die Staats- und Regierungschefs Russlands, der Ukraine und anderer Länder auffordern, sich an einen Tisch zu setzen und miteinander zu sprechen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dem Rückflug von seiner Frankreich-Reise.

    Ehemaliger Moskau-Botschafter: Fehlende russische Verhandlungsbereitschaft wird immer offensichtlicher

    Der frühere deutsche Botschafter in Moskau, von Fritsch, sieht keine Grundlage für Verhandlungen mit Russland. Es fehle an elementaren Voraussetzungen, aus dem Kreml kämen stets nur Maximalforderungen, sagte von Fritsch im Deutschlandfunk . Er lobte dennoch das Treffen von Bundesaußenminister Wadephul mit dem russischen Amtskollegen Lawrow in New York. Es sei sinnvoll zu sagen, wo man stehe und wie es weiter gehe, wenn die andere Seite nicht zu Verhandlungen bereit sei.
    Von Frisch betonte, das westliche Bündnis müsse zusammenhalten und den wirtschaftlichen Druck auf Russland hoch halten. Die Folgen des Krieges seien immer offensichtlicher. Aus Sicht des früheren Diplomaten könnte sich die Haltung Putins ändern, wenn ihm in der Heimat der Machtverlust drohe.
    Diese Nachricht wurde am 29.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.