Wadephul in der Ukraine
Russland beschießt Vorort von Kiew

Ungeachtet des Aufenthalts von Bundesaußenminister Wadephul in der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat Russland seine Angriffe fortgesetzt. Der Vorort Boryspil wurde mit ballistischen Raketen beschossen.

    Bundesaußenminister Johann Wadephul zeigt auf eine Drohne, die vor ihm steht.
    Bundesaußenminister Wadephul (CDU) werden im ukrainischen Außenministeriu ukrainische Drohnen und andere Waffensysteme gezeigt. (picture alliance / dpa / Michael Fischer)
    Mitteilungen der ukrainischen Luftwaffe zufolge sind dabei mindestens drei Raketen eingesetzt worden. Boryspil mit dem seit Kriegsbeginn geschlossenen internationalen Flughafen liegt nur knapp 30 Kilometer östlich der Dreimillionenstadt. Luftalarm galt auch für Kiew.

    Wadephul sichert Unterstützung zu

    Wadephul war in der Früh zu politischen Gesprächen in Kiew eingetroffen. Nach seiner Ankunft in der ukrainischen Hauptstadt sicherte er dem Land die weitere Unterstützung Deutschlands zu.
    Russland habe die Ukraine in den vergangenen Monaten "auf das Härteste" angegriffen. Wadephul warf Moskau "wahllosen Mord an Zivilisten" vor und sagte, die täglichen Bilder der Zerstörung dürften niemanden kalt lassen. Er sei sich aber sicher, dass die Ukraine die militärische Auseinandersetzung gewinnen werde.
    Wadephul ist seit seinem Amtsantritt das vierte Mal in der Ukraine. Anlass ist diesmal auch der Unabhängigkeitstag des Landes am kommenden Montag. Vor 35 Jahren hatte sich die Ukraine von der damals noch existierenden Sowjetunion losgesagt.

    Zusammenarbeit bei Drohnentechnologie

    Wadephul teilte nach seiner Ankunft mit, er wolle mit möglichst vielen Menschen sprechen - vor allem darüber, wie Deutschland die Ukraine gezielt unterstützen könne. Der deutsche Außenminister betonte zugleich, man könne von der Ukraine viel lernen. Er verwies dabei erneut auf die technische und wirtschaftliche Zusammenarbeit - etwa bei der gemeinsamen Entwicklung von Drohnen.
    Diese Nachricht wurde am 22.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.