Nach vier Jahren Haft
Russland lässt US-Amerikaner Gilman frei

Nach mehr als vier Jahren Haft in Russland ist der US-Amerikaner Robert Gilman freigelassen worden. Präsident Trump erklärte, nach seinen Gesprächen mit dem russischen Staatschef Putin habe Russland einer Freilassung des 32-Jährigen aus humanitären Gründen zugestimmt.

    Der US-Bürger Robert Gilman bei einer Gerichtsanhörung in Russland. Gilman steht hinter Gitterstäben im Gerichtssaal.
    Der US-Bürger Robert Gilman bei einer Gerichtsanhörung in Russland. (IMAGO / SNA / Andrey Arhipov)
    Es habe weder einen Gefangenenaustausch noch eine Gegenleistung für Moskau gegeben, sagte Trump. Gilman sei bereits auf dem Weg in die Vereinigten Staaten.
    Das US-Außenministerium erklärte, Gilman sei widerrechtlich in Russland festgehalten worden.
    Der demokratische Senator Markey erklärte, die Rückkehr des Veteranen sei lange überfällig gewesen. Dass sein Gesundheitszustand die Voraussetzung gewesen sei, seinem Fall die nötige Aufmerksamkeit zu verschaffen, sei eine Tragödie. In der Haft sei Gilman Folter, Zwangsmedikation und Provokationen der russischen Behörden ausgesetzt gewesen. Es gebe keinen Zweifel daran, dass sein prekärer Zustand die Folge der Behandlung sei, die ihm in Russland zuteil geworden sei.
    Nach russischen Angaben war der frühere US-Soldat 2022 am Bahnhof Woronesch festgenommen worden und hatte später einen Beamten angegriffen. Seine Familie wies die Vorwürfe zurück. Unterstützer Gilmans hatten sich zuletzt besorgt über seinen Gesundheitszustand geäußert.
    Diese Nachricht wurde am 11.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.