Nach Landtagswahlen
Schnitzer ruft zur Beibehaltung des Reformkurses auf

Die Chefin der Wirtschaftsweisen, Schnitzer, hat die Bundesregierung vor einem Kurswechsel bei den geplanten Sozialreformen gewarnt.

    Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer - Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - lacht in die Kamera.
    Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer - Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (picture alliance / HMB Media / Uwe Koch)
    Diese seien ein Gesamtkonzept, das man nicht wegen einzelner Wahlergebnisse über den Haufen werfen sollte, sagte sie dem "Spiegel". Sie finde es gut, dass Bundeskanzler Merz an den Reformen festhalten wolle. Schnitzer führte aus, es gebe einerseits Bürger, die für Rentenreformen seien, weil die Beitragssätze sonst immer stärker stiegen. Andere sähen hingegen nicht ein, dass es Einschnitte gebe. Wenn die Politik die Reformen jetzt ein bisschen aufweiche, verprelle sie am Ende beide Gruppen.
    Merz hatte nach den Verlusten der CDU bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin angekündigt, die geplanten Reformen umzusetzen. Der Koalitionspartner SPD forderte hingegen Korrekturen.
    Die Bundestagsfraktion der Union berät derzeit mit Merz über Konsequenzen aus den Wahlniederlagen.
    Diese Nachricht wurde am 22.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.