Haushaltsausschuss des Bundestages
Schwimmbäder bekommen 250 Millionen Euro für Sanierung und Neubau

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat 250 Millionen Euro freigegeben, um gezielt die Sanierung von Schwimmstätten zu unterstützen. 195 Städte und Gemeinden in ganz Deutschland bekommen das Geld, um marode Anlagen zu erneuern.

    Ein Schwimmbecken wird in mehrere Bahnen eingeteilt.
    Nach Angaben des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) können 60 Prozent der zehnjährigen Kinder nicht richtig schwimmen. Grund dafür ist die mangelhafte Bäder-Infrastruktur. (imago images / Panthermedia / "Gudella" via www.imago-images.de)
    Die Mittel stammen aus dem Programm "Sanierung kommunaler Sportstätten", das aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität finanziert wird. Insgesamt stellt der Ausschuss dem Programm für die Haushaltsjahre 2025 und 2026 mehr als 900 Millionen Euro zur Verfügung.

    "Schwimmbäder gehören zu Städten und Gemeinden wie der Marktplatz und die Schule"

    Bundesweit stehen Kommunen vor einem Dilemma: Die Zahl der Badetoten steigt, weil viele nicht schwimmen können, und zugleich müssen Bäder wegen baulicher Mängel geschlossen werden. Bundesbauministerin Hubertz (SPD) erklärte, Schwimmbäder gehörten zu Städten und Gemeinden wie der Marktplatz und die Schule.
    In Sachsen-Anhalt etwa profitieren drei Schwimmbad-Projekte, wie der CDU-Landesgruppenchef im Bundestag, Müller, mitteilte: der Ersatzneubau des Freibades in Sülzetal-Langenweddingen, die Sanierung des Hallenbades in Gräfenhainichen und der Ersatzneubau des Hallenbades in Merseburg. In Schleswig-Holstein wird unter anderem in Grömitz, Lauenburg, Schwentinental, Barmstedt und Quickborn investiert, in Nordrhein-Westfalen sind es Neukirchen-Vluyn und Wuppertal, in Bayern Landshut. Auch größere Städte wie Hamburg, Dresden oder Leipzig erhalten Gelder.
    Diese Nachricht wurde am 24.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.