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Streit um Präsidentschaftswahl
Senegal entlässt mehr als 130 Oppositionelle aus der Haft

Im Senegal sind mehr als 130 Oppositionelle und Vertreter der Zivilgesellschaft aus der Haft entlassen worden.

    Demonstranten im Senegal verbarrikadieren eine Straße, um gegen die Verschiebung der Präsidentschaftswahlen im Senegal zu protestieren. Im Hintergrund ist Feuer zu erkennen.
    Im Senegal kam es zu Protesten nach der Wahlverschiebung, jetzt wurden zahlreiche Oppositionelle aus der Haft entlassen. (dpa / picture alliance / Cem Ozdel)
    Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das senegalesische Justizministerium. Zahlreiche weitere Freilassungen seien geplant, hieß es. Der Schritt wird von politischen Beobachtern als Beschwichtigungsgeste von Präsident Sall gewertet. Sall hatte angeordnet, die usprünglich für diesen Monat geplante Präsidentschaftswahl auf Dezember zu verschieben. Der Schritt hatte zu schweren Ausschreitungen in dem westafrikanischen Land geführt. Die Opposition hatte erfolglos versucht, das Verfahren im Parlament zu blockieren. Sie wirft Sall vor, sich an die Macht zu klammern. Er darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr zur Wahl antreten. Gestern hatte der Verfassungsrat Salls Dekret zur Verschiebung der Wahl für nichtig erklärt.
    Diese Nachricht wurde am 16.02.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.