
Darin geht es um ein fiktives Dorf im Hunsrück, dessen Geschichte von der NS-Zeit bis zur Gegenwart erzählt wird und dabei zeigt, wie Verbrechen, Rassismus und verdrängte Vergangenheit über Generationen weiterwirken. Die Jury befand, Bazyar beschreibe eine Praxis des Umdeutens und Relativierens der Geschichte und eine Erinnerungskultur, die erst von den Opfern selbst reklamiert werden müsse. Weiter heißt es, Bayzar habe "mit sprachlicher Präzision, feiner Recherche und einer ebenso raffinierten wie eleganten Romankomposition einen der brisantesten Romane unserer Zeit geschaffen."
Deutschlandfunk-Autor Tino Schlench hob in
seiner Rezension des Romans
eine unaugeregte, geschliffene Sprache, lebendige Figuren und eine bemerkenswerte Komposition hervor.
Auszeichnung des Deutschlandfunks und der Stadt Braunschweig
Der vom Deutschlandfunk und der Stadt Braunschweig gestiftete Wilhelm Raabe-Literaturpreis ist mit 30.000 Euro dotiert. Braunschweigs Oberbürgermeister Kornblum und Deutschlandradio-Intendant Raue werden ihn am 7. November im Rahmen eines Festaktes verleihen.
Diese Nachricht wurde am 22.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




