Madrid
Spanische Regierung will Zwangsräumungen verbieten

Nach landesweiten Protesten gegen die Wohnungsnot und hohe Mieten will die spanische Regierung ein Moratorium für Zwangsräumungen bis 2030 verhängen.

    Spanien, Sevilla: Menschen nehmen an einer Kundgebung gegen die Wohnungsnot teil.
    Ärger über Wohnungsnot setzt Spaniens Regierung unter Druck. (Francisco J. Olmo / EUROPA PRESS / dpa)
    Außerdem beinhaltet ein heute vorgestelltes Gesetzespaket eine automatische Entfristung von zeitlich begrenzten Mietverträgen, wie Gesundheitsministerin García Gómez mitteilte. Die Vorhaben müssen allerdings noch vom Parlament verabschiedet werden, in dem die Regierungskoalition keine Mehrheit hat.  
    Die Proteste hatten sich am Fall einer 87 Jahre alten Mieterin entzündet. Ihre Wohnung war zwangsgeräumt worden, nachdem ein Investor die Immobilie erworben und die Miete nach Angaben des Mieterverbands um ein Vielfaches erhöht hatte. Gestern verkündete ihre Anwältin, eine Einigung über ihre Rückkehr in die Wohnung erzielt zu haben.
    Diese Nachricht wurde am 29.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.