
Die migrationspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Nasr, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, es seien bislang kaum Härtefall-Visa erteilt worden. Dies zeige, dass die Regelung nicht funktioniere. Nasr bezeichnete etwa die Trennungszeiten für Kinder und Eltern als unzumutbar. Wenn etwa ein Kleinkind fünf Jahre von seinen Eltern getrennt sein dürfe, dann blieben nicht viele Härtefälle übrig.
Der Familiennachzug sieht eigentlich vor, dass die Ausländerbehörden monatlich 1.000 Visa an Partner und Kinder von Flüchtlingen erteilen können. Im Juni 2025 hatte der Bundestag mit Stimmen von Union, SPD und AfD den Familiennachzug für zwei Jahre ausgesetzt. Seitdem wurden dem Auswärtigen Amt zufolge lediglich 13 Anträge bewilligt.
Diese Nachricht wurde am 09.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
