Unmut in der Partei
SPD-Gruppe fordert Sonderparteitag im Herbst

Die Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt in der SPD fordert einen Sonderparteitag zur Wahl einer neuen Parteispitze. Er sollte noch in diesem Herbst stattfinden, sagten die AG-Vorsitzenden Ashuftah und Özdemir dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Es gebe in der Bevölkerung eine massive Irritation hinsichtlich der Sozialdemokratie.

    Fahnen mit dem SPD-Logo flattern im Wind.
    Die SPD-Gruppe Migration und Vielfalt fordert einen Sonderparteitag der Partei. (AFP / ODD ANDERSEN)
    Die Menschen sähen die SPD nicht mehr als politische Option. Das sei existenzgefährdend, hieß es zur Begründung. Die Landesverbände und der Parteivorstand seien aufgerufen, auf diese Lage zu reagieren und einen Sonderparteitag einzuberufen. Zudem sei es schwierig, dass die beiden Vorsitzenden Bas und Klingbeil jeweils ein Regierungsamt inne hätten. Beiden bleibe in dieser Konstellation nicht genügend Zeit, sich um die Partei zu kümmern.
    Laut Statut der SPD kann ein außerordentlicher Parteitag einerseits vom Parteivorstand einberufen werden, andererseits aber auch von der Basis, wenn sich mindestens zwei Fünftel der Bezirksverbände dafür aussprechen.
    Diese Nachricht wurde am 10.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.