
Das Landgericht Berlin ließ eine Anklage der Generalstaatsanwaltschaft zu. Der Prozess soll am 10. November beginnen. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin wirft Schlesinger Untreue vor. Die Behörde hatte die Anklage nach mehr als drei Jahren Ermittlungen im vergangenen Dezember erhoben. Schlesinger weist die Vorwürfe zurück. Ihr Anwalt teilte mit, sie habe alle ihre Entscheidungen als Intendantin ausschließlich an den Interessen des RBB ausgerichtet.
Konkret geht es unter anderem um ein Vergütungssystem, bei dem variable Gehaltsanteile ohne die erforderliche Zustimmung des Verwaltungsrats ausgezahlt worden sein sollen. Neben Schlesinger sind noch drei weitere ehemalige leitende Angestellte des RBB angeklagt.
2022 kamen Vorwürfe der Vetternwirtschaft und der Verschwendung gegen die Sender-Spitze auf. Schlesinger musste ihren Posten als Intendantin aufgeben. Der öffentlich-rechtliche Sender kämpft heute noch mit den Folgen, die Aufarbeitung ist noch nicht abgeschlossen.
Diese Nachricht wurde am 29.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
