USA
Trump erwartet nun wieder ein "sehr schnelles" Ende der neuesten Angriffe auf den Iran

US-Präsident Trump hat sich nach seinen wütenden Äußerungen zum Irankrieg heute früh wieder um Beschwichtigung bemüht.

    US-Präsident Donald Trump steht neben Nato-Generalsekretär Mark Rutte und vor Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron beim Nato-Gipfel in Ankara
    US-Präsident Trump beim NATO-Gipfel in Ankara. (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Er glaube nicht, dass der Krieg wieder losgehe, sagte er im Anschluss an den NATO-Gipfel in Ankara. Die neuen Kampfhandlungen würden schnell gehen. Zuvor hatte Trump die Waffenruhe für "seiner Meinung nach beendet" erklärt. Er bezeichnete die Führung in Teheran als "Abschaum". Inzwischen greifen die US-Streitkräfte neue Ziele im Iran an. Vergangene Nacht hatten die USA nach eigenen Angaben bereits auf mehr als 80 Ziele gefeuert und damit auf den iranischen Beschuss dreier Tanker reagiert. Die Ölpreise stiegen erneut an.
    Der NATO-Gipfel ging am Abend demonstrativ mit Signalen des Zusammenhalts zu Ende. Generalsekretär Rutte erklärte, er habe das Gefühl, dass die Allianz enger zusammenstehe als je zuvor. Das Treffen war von Spannungen geprägt. Trump erneuerte seine Forderung, Grönland solle Teil der USA werden, und sprach erneut von Wirtschaftssanktionen gegen den NATO-Partner Spanien; Madrid tritt dem US-Vorgehen im Irankrieg offensiv entgegen. Nach Angaben aus Teilnehmerkreisen hielt sich Trump in der nichtöffentlichen Sitzung des Nordatlantikrats mit Kritik an Bündnisländern zurück.
    Diese Nachricht wurde am 08.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.