
Trump betonte, die Angriffe der Vereinigten Staaten hätten verhindert, dass die iranische Führung eine Atombombe herstelle. Nun müsse die Weltgemeinschaft den Druck aufrechterhalten - so lange, bis Teheran seine Angriffe auf die Handelsschifffahrt einstelle, seine nuklearen Ambitionen aufgebe und die Unterstützung terroristischer Gruppen beende. Mit Blick auf ein mögliches Abkommen für ein Ende der Kämpfe erklärte Trump, man warte zunächst die in den USA anstehenden Zwischenwahlen ab. Danach werde es seiner Meinung nach sicherlich möglich sein, ein Abkommen zu schließen.
Guterres: "Kriege müssen beendet werden"
Guterres mahnte, die erste große Bewährungsprobe des 21. Jahrhunderts betreffe die Schaffung von Frieden und Sicherheit. Davon hänge die Zukunft der Menschheit ab. Er sagte, die Kriege in der Ukraine, in Nahost, im Sudan und anderswo müssten beendet werden. Die Opfer der Gewalt müssten uneingeschränkt humanitäre Hilfe erhalten. Als weitere große Herausforderungen nannte er den Kampf gegen Ungleichheit und Armut sowie den Klimawandel und die sich rasant entwickelnde Künstliche Intelligenz. Der 77 Jahre alte Guterres wird Ende des Jahres nach zwei fünfjährigen Amtszeiten den Posten als UNO-Generalsekretär räumen. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.
Lula: UNO-Sicherheitsrat gelähmt
Der brasilianische Staatschef Lula da Silva ging in seiner Rede auf den UNO-Sicherheitsrats ein und sagte mit Blick auf das Veto-Recht: "Wir alle sind Geiseln der Lähmung des Sicherheitsrats, der seiner Rolle nicht gerecht wird." Lula betonte, die Vereinten Nationen versagten bei einer ihrer wichtigsten Aufgaben: der Menschheit die Geißel des Krieges zu nehmen. Die Glaubwürdigkeit der Organisation sei noch nie so gering gewesen wie jetzt.
Weitere Redner sind unter anderen der französische Präsident Macron und der ukrainische Präsident Selenskyj.
Merz wird von Wadephul vertreten
Die deutsche Delegation wird von Außenminister Wadephul vertreten. Bundeskanzler Merz hatte seine geplante Reise nach New York in der vergangenen Woche aufgrund der innenpolitischen Entwicklungen rund um die Landtagswahlen abgesagt. Anstelle von Merz wird Wadephul am Samstag sprechen.
UNO steht finanziell und politisch unter Druck
Die Generaldebatte findet vor dem Hintergrund einer schwierigen Lage der Vereinten Nationen statt. Die Weltorganisation steht vor finanziellen und politischen Problemen. Die USA halten Teile ihrer Pflichtbeiträge für die UNO zurück. Die Regierung von Präsident Trump begründete dies mit ihrer Forderung nach Reformen der Weltorganisation. Inzwischen überwies Washington 725 Millionen Dollar für den regulären UNO-Haushalt dieses Jahres. Damit haben die USA vorerst die Gefahr abgewendet, wegen zu hoher Beitragsrückstände im Jahr 2027 ihr Stimmrecht in der Vollversammlung zu verlieren. Eine grundlegende Lösung der finanziellen und politischen Probleme der Weltorganisation ist damit allerdings nicht erreicht.
Diese Nachricht wurde am 22.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






