Flughafen Leipzig/Halle
US-Medien sehen Hinweise auf russische Herkunft von Sprengstoff-Drohne

Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle berichten US-Medien über Hinweise auf eine russische Herkunft des Flugkörpers. Das Wall Street Journal schreibt, die Drohne gehöre wahrscheinlich der russischen Regierung.

    Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen das Gelände abseits der Landebahn Nord auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle. Nach dem Drohnenvorfall in der Nacht zum Mittwoch laufen die Ermittlungen.
    Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen das Gelände abseits der Landebahn Nord auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle. Nach dem Drohnenvorfall in der Nacht zum Mittwoch laufen die Ermittlungen. (dpa / Hendrik Schmidt)
    Die Zeitung beruft sich auf US-Regierungsbeamte, die mit den einschlägigen Geheimdienstberichten vertraut seien. Der Sender CNN berichtet ebenfalls, die USA seien zu dem Schluss gekommen, dass die Drohne von einem russischen Geheimdienst stamme. CNN beruft sich auf einen US-Verteidigungsbeamten in Europa. Dieser erklärte, der Sprengstoff der Drohne lasse auf eine militärische Beschaffenheit schließen.
    In Deutschland hatten bereits der CDU-Verteidigungspolitiker Kiesewetter und Grünen-Fraktionschefin Dröge die Vermutung geäußert, dass Russland für den Drohnen-Vorfall verantwortlich sei. Bundesinnenminister Dobrindt sprach dagegen nur von einem hybriden Angriff von, Zitat, "fremden Mächten".

    Leipzig/Halle: Spezial-Radar in Betrieb genommen

    Am Flughafen Leipzig/Halle wurde inzwischen von der Bundespolizei eine neue Überwachungstechnik installiert. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete, wurde ein Drohnen-Wachposten mit speziellem Radar auf der Besucherplattform des alten Towers eingerichtet. Laut dem Nachrichtenportal "Tag24" handelt es sich um ein EchoShield-Radarsystem, das anfliegende Drohnen auf größere Distanzen erkennen und ihre Flugbahnen verfolgen kann.
    Diese Nachricht wurde am 08.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.