Washington
US-Präsident Trump ordnet Warnschilder vor Geschichtsmuseum an

US-Präsident Trump hat Warnschilder vor dem Nationalmuseum für amerikanische Geschichte in Washington angeordnet. Mit den Hinweisen sollten Besucher darüber informiert werden, dass die Ausstellungen nach Ansicht des Weißen Hauses überarbeitet werden müssten, heißt es in einem von Trump unterzeichneten Dekret.

    Blick auf das Smithsonian National Museum of American History in der US-Hauptstadt Washington.
    Das "National Museum of American History" in Washington (Archivbild). (picture alliance / newscom / BONNIE CASH)
    Die "vorübergehenden Schilder" werden demnach auf den öffentlichen Zugangswegen vor dem "National Museum of American History" in der Hauptstadt aufgestellt. Die größtenteil aus Bundesmitteln finanzierte Dachorganisation der US-Nationalmuseen ist die Smithsonian Institution. In einem Bericht wirft Trumps Regierung ihr vor, die US-Geschichte für die Verbreitung von Vorstellungen über soziale Gerechtigkeit und einen radikalen gesellschaftlichen Wandel zu nutzen. Das Museum stelle zudem die "konstruktive Rolle des christlichen Glaubens" nicht ausreichend heraus.
    "Weiße, männliche und christliche Amerikaner werden regelmäßig als vermeintliche Verkörperung unterdrückerischer Machtstrukturen verunglimpft", heißt es. Die Direktorin des Museums, Hartig, widersprach bei einer Anhörung im US-Repräsentantenhaus in dieser Woche. Der Bericht beschreibe die Arbeit des Museums weder fair noch zutreffend.

    US-Präsident geht auch gegen andere Museen vor

    Trump hatte bereits im März 2025 per Dekret angeordnet, aus den mehr als 20 Nationalmuseen "unangebrachte Ideologien" zu entfernen. Im August vergangenen Jahres ließ seine Regierung acht Smithsonian-Museen überprüfen und verlangte, "spalterische oder parteiische" Darstellungen zu beseitigen und stattdessen die "amerikanische Einzigartigkeit" hervorzuheben.
    Diese Nachricht wurde am 25.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.