Kiew
Wadephul zu Besuch in Ukraine eingetroffen - Gespräche auch über Entwicklung von Drohnen

Bundesaußenminister Wadephul hält sich zu einem unangekündigten Besuch in der Ukraine auf. Neben dem Ausdruck von Solidarität mit der Zivilgesellschaft soll es auch um den Ausbau der strategischen Partnerschaft gehen.

    Bundesaußenminister Johann Wadephul wird bei seiner Ankunft am Bahnhof von Kiew von Personenschützern begleitet.
    Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) bei seiner Ankunft am Bahnhof von Kiew. (picture alliance / AA / photothek.de / Thomas Trutschel)
    Wadephul teilte nach seiner Ankunft mit, er wolle mit möglichst vielen Menschen sprechen - vor allem darüber, wie Deutschland die Ukraine gezielt unterstützen könne. Der deutsche Außenminister betonte zugleich, man könne von der Ukraine viel lernen. Er verwies dabei erneut auf die technische und wirtschaftliche Zusammenarbeit - etwa bei der gemeinsamen Entwicklung von Drohnen.

    Wadephul: "Wahlloser Mord an Zivilisten"

    Wadephul betonte, neben wahllosem Mord an Zivilisten greife Russland gezielt die Energieinfrastruktur der Ukraine an, um die Lebensgrundlagen zu zerstören. Die Ferienwochen im Juli und August seien für die Zivilbevölkerung die tödlichsten seit mehr als vier Jahren gewesen. Nie zuvor habe Russland mehr Raketen auf sein Nachbarland abgefeuert.
    In der vergangenen Nacht griffen die russischen Streitkräfte erneut die Ukraine an. Dabei sei in der Hauptstadt Kiew mindestens ein Mensch getötet worden, teilten die Behörden mit. Es gebe zudem Verletzte. Durch den Beschuss sei ein Feuer in einer Lagerhalle ausgebrochen. Drohnenangriffe wurden auch aus dem südukrainischen Saporischschja gemeldet. Dort kam ebenfalls eine Person ums Leben. Erst gestern starben beim Beschuss eines Einkaufszentrum in der Stadt Krywyj Rih mindestens 16 Menschen.
    Bei einem ukrainischen Angriff auf die russische Region Perm wurde laut dem zuständigen Regionalgouverneur eine Industrieanlage beschädigt. Genauere Angaben machte er nicht. In der Region befindet sich eine große Ölraffinerie
    Diese Nachricht wurde am 22.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.