
Mitteilungen der ukrainischen Luftwaffe zufolge sind dabei mindestens drei Raketen eingesetzt worden. Boryspil mit dem seit Kriegsbeginn geschlossenen internationalen Flughafen liegt nur knapp 30 Kilometer östlich der Dreimillionenstadt. Luftalarm galt auch für Kiew.
Bereits in der Nacht hatten die russischen Streitkräfte die Ukraine aus der Luft angegriffen. Dabei ist laut Behörden in der Hauptstadt Kiew mindestens ein Mensch getötet worden. Drohnenangriffe wurden auch aus dem südukrainischen Saporischschja gemeldet. Dort kamen mindestens drei Menschen ums Leben. Erst gestern starben beim Beschuss eines Einkaufszentrums in der Stadt Krywyj Rih mindestens 16 Menschen.
Wadephul sichert Unterstützung zu
Wadephul war in der Früh zu politischen Gesprächen in Kiew eingetroffen. Nach seiner Ankunft in der ukrainischen Hauptstadt sicherte er dem Land die weitere Unterstützung Deutschlands zu.
Russland habe die Ukraine in den vergangenen Monaten "auf das Härteste" angegriffen. Wadephul warf Moskau "wahllosen Mord an Zivilisten" vor und sagte, die täglichen Bilder der Zerstörung dürften niemanden kalt lassen. Er sei sich aber sicher, dass die Ukraine die militärische Auseinandersetzung gewinnen werde.
Wadephul ist seit seinem Amtsantritt das vierte Mal in der Ukraine. Anlass ist diesmal auch der Unabhängigkeitstag des Landes am kommenden Montag. Vor 35 Jahren hatte sich die Ukraine von der damals noch existierenden Sowjetunion losgesagt.
Zusammenarbeit bei Drohnentechnologie
Wadephul teilte nach seiner Ankunft mit, er wolle mit möglichst vielen Menschen sprechen - vor allem darüber, wie Deutschland die Ukraine gezielt unterstützen könne. Der deutsche Außenminister betonte zugleich, man könne von der Ukraine viel lernen. Er verwies dabei erneut auf die technische und wirtschaftliche Zusammenarbeit - etwa bei der gemeinsamen Entwicklung von Drohnen.
Diese Nachricht wurde am 22.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






