Nahost
Wegen Umgang mit Gaza-Hilfsflotte: Türkei erlässt internationalen Haftbefehl gegen Netanjahu

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und der Türkei verschlechtern sich weiter.

    Porträtfoto von Benjamin Netanjahu
    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (picture alliance / dpa / Sipa USA)
    Die türkische Regierung will den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu international zur Fahndung ausschreiben lassen. Hintergrund ist ein türkisches Strafverfahren im Zusammenhang mit einem israelischen Militäreinsatz gegen eine Hilfsflotte für den Gazastreifen. Die Regierung in Ankara wirft Israel ⁠Menschenrechtsverletzungen ⁠und Verstöße gegen das Völkerrecht vor. ⁠Israel weist diese Anschuldigungen zurück.
    Zahlreiche Schiffe waren Mitte Mai von der Türkei aus in Richtung Gaza aufgebrochen und von israelischen Streitkräften im Mittelmeer gestoppt worden. Teilnehmer berichteten von Gewalt und Erniedrigungen.
    Die Polizeibehörde Interpol prüft zunächst Anträge der Mitgliedstaaten vor einer Entscheidung.
    Netanjahus Büro bezeichnete den türkischen Präsidenten Erdogan als antisemitischen Diktator, der das Massaker der Terrororganisation Hamas unterstütze.
    Diese Nachricht wurde am 21.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.