
In seinem Wahlkampf warb Eisenkot für mehr Zusammenhalt und forderte politische Verantwortung sowie eine Untersuchung der Versäumnisse rund um den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023.
"Unverhältnismäßige Gewalt" durch Armee: Eisenkot als "Erfinder" der Dahiya-Doktrin
In zentralen Sicherheitsfragen steht Eisenkot jedoch nicht für einen grundlegenden Kurswechsel. Er unterstützt die militärischen Einsätze Israels. Eisenkot wird zudem die Entwicklung der sogenannten Dahiya-Doktrin der israelischen Armee im Libanon zugeschrieben. Er selbst bezeichnete diese einmal als "Einsatz unverhältnismäßiger Gewalt" durch die Armee. Dieses Konzept wurde im Libanon angewendet und war in den Augen von Militärexperten auch Vorbild für Israels Kriegsführung im Gazastreifen.
Der ehemalige Militärchef Eisenkot kritisiert aber Netanjahus Kriegsführung und das Fehlen einer langfristigen Strategie. Vor allem seine militärische Erfahrung qualifiziert ihn in den Augen vieler Israelis für das Amt des Ministerpräsidenten.
Diese Nachricht wurde am 28.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.







