Klimawandel
Zerstückelung von Wäldern minimiert Kühl-Effekt

Wälder sind wichtig um die Erderwärmung abzubremsen. Am besten können das große, zusammenhängende Waldgebiete. Wenn sie dagegen zerteilt sind, zum Beispiel durch Straßen, Äcker oder Dörfer, klappt das weniger gut.

    Nebel steht über einem Wald.
    Zusammenhängende Wälder sind wichtig für die Kühlung der Erde. (Deutschlandradio / Juliane Schiemenz)
    Ein Team von der Fudan-Uni in Schanghai fand heraus, dass die Zerstückelung die kühlende Wirkung von Wäldern stärker reduziert als man bisher dachte. Das Team hat den Effekt an allen Waldgebieten der Erde untersucht. Es schreibt im Fachmagazin PNAS: Bei fast der Hälfte der Waldgebiete schadet die Zerstückelung dem Kühl-Effekt mehr als eine Abholzung von größeren Gebieten. Natürliche Zerstückelung gibt es auch, zum Beispiel durch Waldbrände oder Stürme. Aber die menschengemachte Zerteilung wirkt sich laut Studie stärker aus, weil sie schneller passiert und danach auf dem betroffenen Boden dauerhaft nichts mehr wächst.
    Die Forschenden empfehlen deshalb, beim Wald- und Klimaschutz in Zukunft mehr darauf zu setzen, Zerstückelung rückgängig zu machen oder zu vermeiden.
    Diese Nachricht wurde am 30.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.