• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
 
Seit 18:10 Uhr Informationen am Abend

Alois Glück im Zeitzeugen-Gespräch"Wir haben zu wenig Zukunftsverantwortung entwickelt"

Der CSU-Politiker Alois Glück hat dazu aufgefordert, Verantwortung für Menschen in anderen Regionen der Welt zu übernehmen. Zu lange sei verdrängt worden, dass eine neue Etappe der Globalisierung begonnen habe, sagte Glück im Deutschlandfunk. Er kritisierte das Verhalten von CSU-Parteichef Horst Seehofer in der Flüchtlingskrise 2015 und 2016 als überzogen.








Professor Dr. Hansjörg Geiger (ehemaliger Chef der deutschen Geheimdienste, zunächst des Bundesamts für Verfassungsschutz, dann des Bundesnachrichtendienstes) auf dem Podium während einer Diskussion an der Universität Bielefeld. (picture alliance/ dpa/ Robert B. Fishman)

Ehemaliger BND-Chef Hansjörg Geiger"Rechtspolitik kommt heute in der Öffentlichkeit weniger an"

Nur wenige Menschen bekamen Einblicke wie er: Hans Jörg Geiger. Zuerst arbeitete er bei der Stasi-Unterlagenbehörde, danach als Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Seit seines Jurastudiums habe er innerlich gefühlt, dass man sich um Gerechtigkeit bemühen müsse, sagte er im DLF. Doch Justizpolitik werde in Deutschland nur wenig Beachtung geschenkt.




Der ehemalige Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Burkhard Hirsch (r, FDP) spricht am 30.05.2015 in Berlin bei der Demonstration gegen Massenüberwachung durch Geheimdienste mit einem Teilnehmer. (dpa)

FDP-Politiker Burkhard Hirsch"Eine liberale Gesellschaft ohne soziale Verantwortung ist mörderisch"

Nur wenige Politiker verkörpern das sozial-liberale Erbe der Bundesrepublik so wie Burkhard Hirsch, der ehemalige FDP-Politiker und Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Helmut Kohl habe "für die Wiedervereinigung weit weniger getan als viele andere", sagte Hirsch im Zeitzeugen-Gespräch. Die Politik müsse wieder lernen, mit den einfachen Bürgern zu reden.


Verfassungsrechtler Paul Kirchhof, aufgenommen am 08.10.2012 in Bonn (Nordrhein-Westfalen).  (dpa / picture alliance / Rolf Vennenbernd)

Ehemaliger Bundesverfassungsrichter Kirchhof"EZB darf Umverteilungsfragen nicht entscheiden"

"Ich möchte keinen Tag missen, aber auch keinen Tag hinzufügen", sagte der ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof rückblickend zu seinem Kurzausflug in die Politik. Auch heute noch kämpft er für ein vereinfachtes Steuerrecht. Wie man mit den Wählern der AfD umgehen sollte und warum er außerdem glaubt, dass in der Eurokrise laufend geltendes Recht gebrochen wird, erzählte er im DLF-Zeitzeugen-Gespräch.





John Kornblum, ehemaliger US-Botschafter in Deutschland (Deutschlandradiokultur / Manfred Hilling)

John Kornblum"Europa hat immer noch keine Vision von sich selbst"

Der frühere US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, hat als Diplomat die Krisen der Bundesrepublik und die Wiedervereinigung miterlebt. Die Ostpolitik von Willy Brandt sei visionär gewesen, sagte Kornblum im DLF. "Ich bin ein Bewunderer von Willy Brandt". Die EU aber habe keine Antworten auf die großen Krisen. Als Folge der beiden Weltkriege habe Europa "noch keine Vision von sich selbst, kein Ziel".



Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zeigt nach rechts. (picture alliance / dpa / Daniel Naupold)

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger"Politik ist manchmal selbst Kabarett"

Sie fand über das Kabarett zur Politik: Für Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die nach ihrem Rücktritt als Bundesjustizministerin in Bonn 1995 die Überlebensfähigkeit der FDP hinterfragt hatte, ist eine dezidierte Haltung wichtiger als "Sprechblasen". Sie äußerte sich im Deutschlandfunk auch über eine "überfällige" BND-Reform, ein "Staat-Facebook" und über die "Katastrophe, wie sich Europa im Moment entwickelt".



Die Mehrheitseignerin des Springer-Verlages, Friede Springer, zusammen mit Deutschlandradio-Korrespondent Stephan Detjen  (Deutschlandradio / Ansgar Rossi)

Friede Springer"Ich würde nie einen Artikel in unseren Zeitungen kritisieren"

Friede Springer gilt als öffentlichkeitsscheu und bescheiden. Reden zu halten, in der Öffentlichkeit stehen, das falle ihr immer noch schwer, sagt die Groß-Verlegerin. Für den Deutschlandfunk machte die passionierte Radiohörerin eine Ausnahme. Im Interview verrät sie, warum ihr Mann Axel Springer "eigentlich immer Recht hatte", warum sie am gedruckten Wort festhalten will und was ihre Freundschaft zu Angela Merkel ausmacht.


Der SPD-Politiker Walter Momper (dpa / picture alliance / Johannes Eisele)

Walter Momper zur Deutschen Einheit"Ich dachte, es würde viel länger dauern"

Das Tempo der Wiedervereinigung Deutschlands habe auch ihn überrascht, sagte der damalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Walter Momper, im DLF. Die Menschen in der DDR seien der Regierung einfach nicht mehr gefolgt. "Die da oben wollten was und die da unten machten nicht mehr mit." Die Fehler, die damals gemacht wurden, seien der Situation und der politischen Lage geschuldet gewesen.









Weitere Beiträge

Nächste Sendung: 27.07.2017 19:15 Uhr

Zeitzeugen im Gespräch
Rainer Burchardt im Gespräch mit Ex-Bundesinnenminister Otto Schily
MO DI MI DO FR SA SO
26 27 28 29 30 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31 1 2 3 4 5 6

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk