• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Google+
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
 
Seit 22:05 Uhr Musikforum

FDP-Politiker Burkhard Hirsch"Eine liberale Gesellschaft ohne soziale Verantwortung ist mörderisch"

Nur wenige Politiker verkörpern das sozial-liberale Erbe der Bundesrepublik so wie Burkhard Hirsch, der ehemalige FDP-Politiker und Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Helmut Kohl habe "für die Wiedervereinigung weit weniger getan als viele andere", sagte Hirsch im Zeitzeugen-Gespräch. Die Politik müsse wieder lernen, mit den einfachen Bürgern zu reden.


Ehemaliger Bundesverfassungsrichter Kirchhof"EZB darf Umverteilungsfragen nicht entscheiden"

"Ich möchte keinen Tag missen, aber auch keinen Tag hinzufügen", sagte der ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof rückblickend zu seinem Kurzausflug in die Politik. Auch heute noch kämpft er für ein vereinfachtes Steuerrecht. Wie man mit den Wählern der AfD umgehen sollte und warum er außerdem glaubt, dass in der Eurokrise laufend geltendes Recht gebrochen wird, erzählte er im DLF-Zeitzeugen-Gespräch.


John Kornblum, ehemaliger US-Botschafter in Deutschland (Deutschlandradiokultur / Manfred Hilling)

John Kornblum"Europa hat immer noch keine Vision von sich selbst"

Der frühere US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, hat als Diplomat die Krisen der Bundesrepublik und die Wiedervereinigung miterlebt. Die Ostpolitik von Willy Brandt sei visionär gewesen, sagte Kornblum im DLF. "Ich bin ein Bewunderer von Willy Brandt". Die EU aber habe keine Antworten auf die großen Krisen. Als Folge der beiden Weltkriege habe Europa "noch keine Vision von sich selbst, kein Ziel".


Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zeigt nach rechts. (picture alliance / dpa / Daniel Naupold)

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger"Politik ist manchmal selbst Kabarett"

Sie fand über das Kabarett zur Politik: Für Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die nach ihrem Rücktritt als Bundesjustizministerin in Bonn 1995 die Überlebensfähigkeit der FDP hinterfragt hatte, ist eine dezidierte Haltung wichtiger als "Sprechblasen". Sie äußerte sich im Deutschlandfunk auch über eine "überfällige" BND-Reform, ein "Staat-Facebook" und über die "Katastrophe, wie sich Europa im Moment entwickelt".


Michael Naumann hört während der Vorstellung des Buches "Klare Worte" von Gerhard Schröder. (Imago)

Michael Naumann"Man sieht dann seinen eigenen Beruf schon etwas kritischer"

Michael Naumann sei ein Wanderer zwischen den Welten, schrieb die Berliner "taz" einmal über ihn. Journalist, Verleger, Herausgeber, Buchautor, Wissenschaftler, Politiker - im Deutschlandfunk spricht der 73-Jährige über seine Jahre im Zweiten Weltkrieg, im Journalistenberuf und in der Politik. "Eine besondere Erfahrung war zweifellos die mit der 'Bild'-Zeitung."


Die Mehrheitseignerin des Springer-Verlages, Friede Springer, zusammen mit Deutschlandradio-Korrespondent Stephan Detjen  (Deutschlandradio / Ansgar Rossi)

Friede Springer"Ich würde nie einen Artikel in unseren Zeitungen kritisieren"

Friede Springer gilt als öffentlichkeitsscheu und bescheiden. Reden zu halten, in der Öffentlichkeit stehen, das falle ihr immer noch schwer, sagt die Groß-Verlegerin. Für den Deutschlandfunk machte die passionierte Radiohörerin eine Ausnahme. Im Interview verrät sie, warum ihr Mann Axel Springer "eigentlich immer Recht hatte", warum sie am gedruckten Wort festhalten will und was ihre Freundschaft zu Angela Merkel ausmacht.


Der SPD-Politiker Walter Momper (dpa / picture alliance / Johannes Eisele)

Walter Momper zur Deutschen Einheit"Ich dachte, es würde viel länger dauern"

Das Tempo der Wiedervereinigung Deutschlands habe auch ihn überrascht, sagte der damalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Walter Momper, im DLF. Die Menschen in der DDR seien der Regierung einfach nicht mehr gefolgt. "Die da oben wollten was und die da unten machten nicht mehr mit." Die Fehler, die damals gemacht wurden, seien der Situation und der politischen Lage geschuldet gewesen.


Der Philosoph Peter Sloterdijk. (Imagp / Rudolf Gigler)

Peter Sloterdijk"Die Europäer definieren sich selber als gutartig"

Ein Großteil des jetzigen Immigrationsstromes sei durch eine fehlerhafte Außenpolitik der Europäer ausgelöst worden, sagte der Philosoph Peter Sloterdijk im DLF. Derzeit kämen völkerwanderungsartige Verschiebungen in Gang. Sloterdijk erklärt, warum sich Europa - im Gegensatz zu Australien oder Kanada - so schwer tut mit dem Umgang und der Abweisung von Flüchtlingen.


Der Linken-Politiker Oskar Lafontaine am 17. Juni 2015 während einer Rede im saarländischen Landtag.  (Imago/Becker&Bredel)

Oskar Lafontaine"Ich wollte immer die soziale Lage der Menschen verbessern"

Oskar Lafontaine war viele Jahre in der SPD, war Bundesfinanzminister und Parteivorsitzender. Dann trat er aus und gründete mit die Partei Die Linke. Nicht erst seitdem kritisiert er die Regierungspolitik. Die Einführung des Euros sei ein Fehler gewesen, sagte Lafontaine im DLF. Er sollte die europäische Einigung befördern, "er hat das Gegenteil getan."


Prof. Wolfgang Benz (deutscher Historiker der Zeitgeschichte und international anerkannter Vertreter der Vorurteilsforschung, Antisemitismusforschung und NS-Forschung) (Deutschlandradio / Bettina Straub )

Wolfgang Benz"Ich würde mir von der Politik mehr Bürgernähe als Selbstzufriedenheit erwarten"

Die Pegida-Anhänger fühlten sich von der Politik im Stich gelassen, sagte der Vorurteilsforscher Wolfgang Benz im DLF. Die Politiker müssten mit den Menschen vor Ort sprechen. Der frühere Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung betonte zudem: "Es ist ein gleichbleibender Bodensatz von negativen Einstellungen gegenüber Juden."


Hans-Peter Schwarz Doyen der Politologen und Zeithistoriker

"Die Rolle Deutschlands in einer globalisierten Welt: Nationale Interessen und weltpolitische Verantwortung". So war das Symposion überschrieben, das an der Universität Bonn anlässlich des 80. Geburtstages von Hans-Peter Schwarz im Mai dieses Jahres veranstaltet wurde. Besser kann eine Überschrift die wissenschaftliche Lebensleistung unseres Zeitzeugen kaum beschreiben.


(picture-alliance/ ZB / Karlheinz Schindler)

Karsten Voigt "Im Nachhinein wollen ja alle Willy-Brandt-Fans gewesen sein"

Karsten Vogt galt in seiner Zeit als Juso-Chef als "Partei-Linker" in der SPD und war dann Jahrzehnte später doch zuständig für die Beziehungen zu den USA. Geboren wurde er im Norden und doch ist seine Karriere untrennbar mit Frankfurt verbunden. Im Deutschlandfunk berichtet Voigt über sein bewegtes politisches Leben, das stark von der internationalen Politik geprägt ist.


Weitere Beiträge

Nächste Sendung: 29.09.2016 19:15 Uhr

Zeitzeugen im Gespräch
Stephan Detjen im Gespräch mit Hans-Jörg Geiger
MO DI MI DO FR SA SO
29 30 31 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 1 2

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk