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Seit 11:05 Uhr Gesichter Europas


Ehemaliger BND-Chef Hansjörg Geiger"Rechtspolitik kommt heute in der Öffentlichkeit weniger an"

Nur wenige Menschen bekamen Einblicke wie er: Hans Jörg Geiger. Zuerst arbeitete er bei der Stasi-Unterlagenbehörde, danach als Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Seit seines Jurastudiums habe er innerlich gefühlt, dass man sich um Gerechtigkeit bemühen müsse, sagte er im DLF. Doch Justizpolitik werde in Deutschland nur wenig Beachtung geschenkt.




FDP-Politiker Burkhard Hirsch"Eine liberale Gesellschaft ohne soziale Verantwortung ist mörderisch"

Nur wenige Politiker verkörpern das sozial-liberale Erbe der Bundesrepublik so wie Burkhard Hirsch, der ehemalige FDP-Politiker und Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Helmut Kohl habe "für die Wiedervereinigung weit weniger getan als viele andere", sagte Hirsch im Zeitzeugen-Gespräch. Die Politik müsse wieder lernen, mit den einfachen Bürgern zu reden.


Verfassungsrechtler Paul Kirchhof, aufgenommen am 08.10.2012 in Bonn (Nordrhein-Westfalen).  (dpa / picture alliance / Rolf Vennenbernd)

Ehemaliger Bundesverfassungsrichter Kirchhof"EZB darf Umverteilungsfragen nicht entscheiden"

"Ich möchte keinen Tag missen, aber auch keinen Tag hinzufügen", sagte der ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof rückblickend zu seinem Kurzausflug in die Politik. Auch heute noch kämpft er für ein vereinfachtes Steuerrecht. Wie man mit den Wählern der AfD umgehen sollte und warum er außerdem glaubt, dass in der Eurokrise laufend geltendes Recht gebrochen wird, erzählte er im DLF-Zeitzeugen-Gespräch.





John Kornblum, ehemaliger US-Botschafter in Deutschland (Deutschlandradiokultur / Manfred Hilling)

John Kornblum"Europa hat immer noch keine Vision von sich selbst"

Der frühere US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, hat als Diplomat die Krisen der Bundesrepublik und die Wiedervereinigung miterlebt. Die Ostpolitik von Willy Brandt sei visionär gewesen, sagte Kornblum im DLF. "Ich bin ein Bewunderer von Willy Brandt". Die EU aber habe keine Antworten auf die großen Krisen. Als Folge der beiden Weltkriege habe Europa "noch keine Vision von sich selbst, kein Ziel".



Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zeigt nach rechts. (picture alliance / dpa / Daniel Naupold)

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger"Politik ist manchmal selbst Kabarett"

Sie fand über das Kabarett zur Politik: Für Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die nach ihrem Rücktritt als Bundesjustizministerin in Bonn 1995 die Überlebensfähigkeit der FDP hinterfragt hatte, ist eine dezidierte Haltung wichtiger als "Sprechblasen". Sie äußerte sich im Deutschlandfunk auch über eine "überfällige" BND-Reform, ein "Staat-Facebook" und über die "Katastrophe, wie sich Europa im Moment entwickelt".



Die Mehrheitseignerin des Springer-Verlages, Friede Springer, zusammen mit Deutschlandradio-Korrespondent Stephan Detjen  (Deutschlandradio / Ansgar Rossi)

Friede Springer"Ich würde nie einen Artikel in unseren Zeitungen kritisieren"

Friede Springer gilt als öffentlichkeitsscheu und bescheiden. Reden zu halten, in der Öffentlichkeit stehen, das falle ihr immer noch schwer, sagt die Groß-Verlegerin. Für den Deutschlandfunk machte die passionierte Radiohörerin eine Ausnahme. Im Interview verrät sie, warum ihr Mann Axel Springer "eigentlich immer Recht hatte", warum sie am gedruckten Wort festhalten will und was ihre Freundschaft zu Angela Merkel ausmacht.


Der SPD-Politiker Walter Momper (dpa / picture alliance / Johannes Eisele)

Walter Momper zur Deutschen Einheit"Ich dachte, es würde viel länger dauern"

Das Tempo der Wiedervereinigung Deutschlands habe auch ihn überrascht, sagte der damalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Walter Momper, im DLF. Die Menschen in der DDR seien der Regierung einfach nicht mehr gefolgt. "Die da oben wollten was und die da unten machten nicht mehr mit." Die Fehler, die damals gemacht wurden, seien der Situation und der politischen Lage geschuldet gewesen.














(picture-alliance/ ZB / Karlheinz Schindler)

Karsten Voigt "Im Nachhinein wollen ja alle Willy-Brandt-Fans gewesen sein"

Karsten Vogt galt in seiner Zeit als Juso-Chef als "Partei-Linker" in der SPD und war dann Jahrzehnte später doch zuständig für die Beziehungen zu den USA. Geboren wurde er im Norden und doch ist seine Karriere untrennbar mit Frankfurt verbunden. Im Deutschlandfunk berichtet Voigt über sein bewegtes politisches Leben, das stark von der internationalen Politik geprägt ist.


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Nächste Sendung: 29.12.2016 19:15 Uhr

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