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Freitag, 27.04.2018
 
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Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück. (picture alliance / dpa / Jan Woitas)

Alois Glück im Zeitzeugen-Gespräch"Wir haben zu wenig Zukunftsverantwortung entwickelt"

Der CSU-Politiker Alois Glück hat dazu aufgefordert, Verantwortung für Menschen in anderen Regionen der Welt zu übernehmen. Zu lange sei verdrängt worden, dass eine neue Etappe der Globalisierung begonnen habe, sagte Glück im Deutschlandfunk. Er kritisierte das Verhalten von CSU-Parteichef Horst Seehofer in der Flüchtlingskrise 2015 und 2016 als überzogen.








Professor Dr. Hansjörg Geiger (ehemaliger Chef der deutschen Geheimdienste, zunächst des Bundesamts für Verfassungsschutz, dann des Bundesnachrichtendienstes) auf dem Podium während einer Diskussion an der Universität Bielefeld. (picture alliance/ dpa/ Robert B. Fishman)

Ehemaliger BND-Chef Hansjörg Geiger"Rechtspolitik kommt heute in der Öffentlichkeit weniger an"

Nur wenige Menschen bekamen Einblicke wie er: Hans Jörg Geiger. Zuerst arbeitete er bei der Stasi-Unterlagenbehörde, danach als Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Seit seines Jurastudiums habe er innerlich gefühlt, dass man sich um Gerechtigkeit bemühen müsse, sagte er im DLF. Doch Justizpolitik werde in Deutschland nur wenig Beachtung geschenkt.




Der ehemalige Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Burkhard Hirsch (r, FDP) spricht am 30.05.2015 in Berlin bei der Demonstration gegen Massenüberwachung durch Geheimdienste mit einem Teilnehmer. (dpa)

FDP-Politiker Burkhard Hirsch"Eine liberale Gesellschaft ohne soziale Verantwortung ist mörderisch"

Nur wenige Politiker verkörpern das sozial-liberale Erbe der Bundesrepublik so wie Burkhard Hirsch, der ehemalige FDP-Politiker und Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Helmut Kohl habe "für die Wiedervereinigung weit weniger getan als viele andere", sagte Hirsch im Zeitzeugen-Gespräch. Die Politik müsse wieder lernen, mit den einfachen Bürgern zu reden.


Verfassungsrechtler Paul Kirchhof, aufgenommen am 08.10.2012 in Bonn (Nordrhein-Westfalen).  (dpa / picture alliance / Rolf Vennenbernd)

Ehemaliger Bundesverfassungsrichter Kirchhof"EZB darf Umverteilungsfragen nicht entscheiden"

"Ich möchte keinen Tag missen, aber auch keinen Tag hinzufügen", sagte der ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof rückblickend zu seinem Kurzausflug in die Politik. Auch heute noch kämpft er für ein vereinfachtes Steuerrecht. Wie man mit den Wählern der AfD umgehen sollte und warum er außerdem glaubt, dass in der Eurokrise laufend geltendes Recht gebrochen wird, erzählte er im DLF-Zeitzeugen-Gespräch.





John Kornblum, ehemaliger US-Botschafter in Deutschland (Deutschlandradiokultur / Manfred Hilling)

John Kornblum"Europa hat immer noch keine Vision von sich selbst"

Der frühere US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, hat als Diplomat die Krisen der Bundesrepublik und die Wiedervereinigung miterlebt. Die Ostpolitik von Willy Brandt sei visionär gewesen, sagte Kornblum im DLF. "Ich bin ein Bewunderer von Willy Brandt". Die EU aber habe keine Antworten auf die großen Krisen. Als Folge der beiden Weltkriege habe Europa "noch keine Vision von sich selbst, kein Ziel".



Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zeigt nach rechts. (dpa / Daniel Naupold)

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger"Politik ist manchmal selbst Kabarett"

Sie fand über das Kabarett zur Politik: Für Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die nach ihrem Rücktritt als Bundesjustizministerin in Bonn 1995 die Überlebensfähigkeit der FDP hinterfragt hatte, ist eine dezidierte Haltung wichtiger als "Sprechblasen". Sie äußerte sich im Deutschlandfunk auch über eine "überfällige" BND-Reform, ein "Staat-Facebook" und über die "Katastrophe, wie sich Europa im Moment entwickelt".

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Nächste Sendung: 31.05.2018 19:15 Uhr

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