Österreichische Kaiser-Dynastie
15 Habsburger-Schmuckstücke sind in Kanada erstmals ausgestellt

Jahrzehntelang lagen sie verborgen in einem kanadischen Bankschließfach, nun sind 15 Schmuckstücke der Habsburger erstmals öffentlich zu sehen. Ein Museum in der Stadt Québec zeigt unter anderem den berühmten "Florentiner"-Diamanten sowie persönliche Gegenstände der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, Königin Marie-Antoinette und Kaiser Franz dem Ersten.

    Ein riesiger, bräunlich schimmernder Diamant vor schwarzem Hintergrund.
    Der "Florentiner-Diamant" mit 137 Karat ist in Québec in Kanada zu sehen (AFP / LOUIS HEBERT)
    Die nach dem Ersten Weltkrieg ins Exil geflohene, letzte österreichische Kaiserin Zita von Bourbon-Parma hatte den Familienschatz der Kaiser-Dynastie 1940 mit nach Kanada gebracht. Sie war vor den vorrückenden deutschen Truppen aus Belgien geflohen. Zita verfügte, dass der Verbleib der Juwelen geheim bleiben sollte. Das Geheimnis wurde innerhalb der Familie über Generationen weitergegeben und erst im vergangenen Jahr öffentlich gemacht.
    Der Schmuck befindet sich in der Obhut des kanadischen Treuhandfonds Fiducie Saint-Joseph. Eine österreichische Kommission prüft derzeit, ob die Alpenrepublik Ansprüche auf die Stücke hat.
    Diese Nachricht wurde am 05.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.