Auszeichnung
21-jährige Frieda Wagner erhält Deutschen Jugendfotopreis für Fotoserie über ihren Alltag mit ME/CFS

Die 21-jährige Frieda Wagner aus Karlsruhe hat den Deutschen Jugendfotopreis in der Kategorie "Jahresthema" gewonnen. Sie dokumentierte in einer Fotoserie ihre Lebenswirklichkeit mit der neuroimmunologischen Erkrankung ME/CFS. Die Auszeichnung erhielt Wagner in der Kunsthalle Düsseldorf.

    Das Logo des Deutschen Jugendfotopreises in grüner Schrift über Bildern mit vielen jungen Menschen.
    Der Deutsche Jugendfotopreis wird in mehreren Kategorien vergeben. (Deutscher Jugendfotopreis 2026/Martha Roschmann)
    Die Serie trägt den Titel "Ich will, was für dich selbstverständlich ist". Wagner hat inzwischen mehr als 150 Fotos mit der Handy-Kamera im Selfie-Format veröffentlicht, die sie im Alltag mit ME/CFS zeigen. Betroffene der Krankheit leiden unter Entkräftung, Schmerzen, Schlafstörungen und verschiedenen weiteren Symptomen. Ein Viertel aller Patienten und Patientinnen können das Haus nicht verlassen, viele sind bettlägerig und auf Pflege angewiesen. Eine Therapie gibt es noch nicht.
    Wagner mahnte, ME/CFS-Patienten würden vielfach ignoriert. "Damit ich und wir nicht vergessen werden, zeige ich mit meiner Arbeit wortwörtlich mein Gesicht und appelliere dafür: Seid laut für die, die es nicht mehr sein können", erklärte Wagner.
    Der Deutsche Jugendfotopreis wird vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum organisiert und unter anderem durch das Bundesfamilienministerium unterstützt. Die Vernissage zur diesjährigen Preisverleihung ist bis zum 15. November im KIT - Kunst im Tunnel in Düsseldorf zu sehen.
    Diese Nachricht wurde am 20.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.