Brand im Hohen Venn
30 Anwohner in Monschau evakuiert

Wegen des Waldbrandes im Hohen Venn in Belgien sind am späten Abend einige Straßenzüge der grenznahen nordrhein-westfälischen Stadt Monschau evakuiert worden. Laut Stadtverwaltung mussten etwa 30 Menschen ihre Häuser verlassen. Einige hätten eine Notunterkunft in einer Schule aufgesucht, die meisten seien bei Verwandten oder Freunde untergekommen.

    Rettungskräfte stehen auf einem Waldparkplatz. Der Nachthimmel ist rot erhellt vom weiter entfernten Waldbrand.
    Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn - Feuerschein am Nachthimmel (picture alliance / dpa / Max Lametz)
    Derweil kämpften die Einsatzkräfte im Osten Belgiens weiter gegen den Großbrand. Erschwert werden die Bedingungen durch einen vergleichsweise starken und ständig drehenden Wind. Zuletzt war noch mitgeteilt worden, dass Teile der Flammen unter Kontrolle gebracht werden konnten - darunter auch die Feuerfront, die sich auf Monschau zubewegte.Bis zum Abend war man zunächst auch in Monschau davon ausgegangen, dass die Flammen nicht auf deutsches Gebiet übergreifen und Evakuierungen nicht nötig seien.
    Das Feuer im Hohen Venn hatte sich seit Freitag rasant auf fast 3.000 Hektar ausgebreitet . Er gilt schon jetzt als größter Waldbrand in der Geschichte Belgiens. Die Feuerfront erstreckte sich über einen Kilometer, wie der Sender RTBF berichtete. Einsatzkräfte aus Deutschland und Luxemburg sowie zwei Hubschrauber aus den Niederlanden kämpfen laut den lokalen Behörden gegen die Flammen. Rund 600 Einwohner aus zwei belgischen Gemeinden wurden evakuiert.
    Das Hohe Venn besteht größtenteils aus Moor- und Heidelandschaft. Durch das zerklüftete Gelände können die Einsatzkräfte das Feuer nicht aus nächster Nähe bekämpfen. Zudem brennen inzwischen auch Torfschichten, was wochenlange Löscharbeiten nach sich ziehen könnte. Fachleute warnen zudem vor den ökologischen Folgen. Es könne Jahre dauern, bis sich die Torfschichten in dem Moor vom dem Feuer erholten.

    Brand in Hürtgenwald unter Kontrolle

    Der größte Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens im Hürtgenwald in der Eifel ist nach einem tagelangen Großeinsatz unter Kontrolle. Das hat Dürens Landrat Nolten bekannt gegeben. Die Zahl der Einsatzkräfte sei deutlich reduziert worden. Ein Aufklärungshubschrauber mit Wärmebildkamera beobachte aber nach wie vor, ob sich die vereinzelten Glutnester auf dem 300 Hektar großen Areal wieder entzünden. Zwei Löschhubschrauber blieben ebenfalls vor Ort.

    400 Einsatzkräfte kämpfen gegen Waldbrand im Saarland

    Rund 400 Einsatzkräfte kämpfen aktuell im saarländischen Landkreis Neunkirchen gegen einen sich ausbreitenden Waldbrand. Sechs Hektar Waldfläche sind nach Angaben des Landes-Innenministeriums betroffen. Minister Jost habe sich vor Ort ein Bild von der Lage und den laufenden Löscharbeiten gemacht. Die Brandbekämpfung gestaltet sich aufgrund des schwierigen Geländes und der aufwendigen Löschwasserversorgung anspruchsvoll. 
    Ein Waldbrand im rheinland-pfälzischen Westerwald bedroht nicht mehr unmittelbar Wohngebäude. Zuvor waren Anwohner einer Straße im Landkreis Altenkirchen aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen.
    Bei einem Brand im rheinland-pfälzischen Langscheid konzentrieren sich die Einsatzkräfte auf noch verbliebene Glutnester. Dort waren am Wochenende insgesamt 650 Feuerwehrleute im Einsatz.
    Lesen Sie hier: Waldbrand in NRW - Landwirtschaftsministerin Gorißen: Raus aus den Wäldern (Audio-Link)
    Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.