Rheinland-Pfalz
45.000 Menschen zu Jahrestreffen der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinschaft erwartet

Die jährliche Versammlung der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinschaft hat begonnen.

    In einem großen Zelt sitzen muslimische Männer zum Gebet. Im Hintergrund ist ein großes Banner. Darauf steht: Liebe für alle, Hass für keinen.
    Flugplatz in Mendig: 50. "Jalsa Salana" Versammlung der Ahmadiyya-Gemeinschaft (Thomas Frey / dpa)
    Auf dem Flugplatz im rheinland-pfälzischen Mendig werden bis Sonntag rund 45.000 Menschen erwartet. Zur Eröffnung wurden die deutsche Fahne gehisst und das Friedensgebet gesprochen. Für drei Tage wurde eine Art Zeltstadt aufgebaut, mit Orten zum Beten, Essen, für Ausstellungen und einem Basar.
    Das auch "Jalsa Salana" genannte Treffen findet zum 50. Mal statt. Der Bundesvorsitzende der Gemeinschaft "Ahmadiyya Muslim Jamaat", Wagishauser, sagte, man mache sichtbar, was für die Mehrheit der Muslime in Deutschland gelebte Realität sei, nämlich Ehrenamt, Zusammenhalt und ein klares Bekenntnis zu Frieden und Demokratie. Das komme aber in weiten Teilen der aktuellen Landtagswahlkämpfe kaum vor, kritisierte er.
    Die Ahmadiyya-Gemeinschaft versteht sich als Erneuerer des Islam. Sie entstand Ende des 19. Jahrhunderts im heutigen Nordindien und geht auf Mirza Ghulam Ahmad zurück. Unter anderem weil sich dieser als Prophet sah, wird sie von vielen anderen muslimischen Gemeinschaften nicht anerkannt.
    Diese Nachricht wurde am 04.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.