USA
85-jähriger Deutscher stirbt in ICE-Gewahrsam

In den USA ist ein 85-jähriger Deutscher in Gewahrsam der Einwanderungsbehörde ICE gestorben.

    Die Fahnen der USA und der Heimatschutzbehörde wehen untereinander.
    Die Fahnen der USA und der Heimatschutzbehörde (picture alliance / AP Photo / Eric Gay)
    Er war den offiziellen Angaben zufolge seit November wegen möglicher Demenz, Wahrnehmungsstörungen, hohen Blutdrucks und Geschwüren behandelt worden. Zur Feststellung der Todesursache seien noch die Ergebnisse der Obduktion abzuwarten, erklärte die Behörde. Der deutsche Senior hatte im August vergangenen Jahres versucht, von Mexiko aus in die USA einzureisen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin sagte, der Fall sei bekannt. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes könne man sich zu Details nicht äußern.
    Laut Menschenrechtsgruppen hat die Zahl der Todesfälle in ICE-Gewahrsam seit Amtsantritt von Präsident Trump neue Höchststände erreicht. Zwischen Januar 2025 und Juni seien 52 Todesfälle gemeldet worden, hieß es in einem jüngst veröffentlichten Bericht der Organisationen Human Rights Watch und Physicians for Human Rights. Viele Todesfälle seien auf unzureichende medizinische Versorgung zurückzuführen, hieß es. ICE wies die Vorwürfe zurück.
    Diese Nachricht wurde am 04.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.