Programmiersprache PHP
Sicherheitslücke bedroht weltweit Webseiten - Kommunen schalten Internetdienste vorsorglich ab

Nach Warnungen von Sicherheitsbehörden haben verschiedene Kommunen, Behörden, Universitäten und Krankenhäuser ihre Online-Angebote vom Netz genommen, um möglichen Angriffen zuvorzukommen. Durch zwei Fehler in der weltweit verbreiteten Programmiersprache PHP sind zahlreiche Internetseiten anfällig ‌für Hackerangriffe.

    Die Website des Europäischen Computer-Notfallteams (CERT-EU) mit dem Aufruf, Websites und Anwendungen offline zu nehmen.
    In der Programmiersprache PHP wurden Sicherheitslücken entdeckt, die es Angreifern ermöglichen könnten, die Kontrolle über Server zu erlangen. (picture alliance / ANP / ROB ENGELAAR)
    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erklärte in Bonn, kritische Schwachstellen bedrohten aktuell weltweit Webanwendungen. Hacker könnten massive Angriffskampagnen starten und in der Folge die Kontrolle über Webseiten übernehmen oder sensible Kundendaten abgreifen.
    Nach einer Warnung des Bundes hat beispielsweise die Landeshauptstadt Mainz vorsorglich mehrere städtische Internetdienste und ihr zentrales Webportal mainz.de vorübergehend abgeschaltet. Den Betreibern von Webseiten, Onlineshops und digitalen Unternehmensplattformen raten IT-Experten dazu, sich mit den zuständigen Systemadministratoren in Verbindung zu setzen.

    Update angekündigt

    Die Entwickler der Programmiersprache PHP kündigten für den Nachmittag eine überarbeitete Version an. Sie empfahlen Nutzern, das Update umgehend zu installieren. PHP wird weltweit für das Erstellen von Websites und Webanwendungen genutzt.
    Für normale Internetnutzer besteht beim alltäglichen Surfen kein direkter Handlungsbedarf. Dennoch können sie indirekt betroffen sein - etwa durch Ausfälle von Onlinediensten oder potenzielle Datenabflüsse auf nicht rechtzeitig geschützten Webseiten.
    Diese Nachricht wurde am 21.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.