Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung jetzt zugelegt hat, ist der erste kabellose Tauchroboter Deutschlands. Das 685.000 Euro teure Tauchgerät ist das neue Auge der deutsche Meeres- und Polarforschung, das für neue wissenschaftliche Einblicke in Tiefseeregionen sorgen soll, vor allem dort, wohin bisher noch kein Forschungsgerät vorgedrungen ist.
Die gelbe Hülle lässt bereits einige Gebrauchsspuren erkennen. Mehrere Wochen hat das Projektteam des Bremerhavener Alfred Wegener Instituts für Polar- und Meeresforschung um den Leiter Michael Klages den neuen Tauchroboter vor der amerikanischen Ostküste getestet. Jetzt liegt das zigarrenförmige Gerät hoch und trocken im Foyer des Bremerhavener Instituts und darf bestaunt werden. Wuchtig ist es nicht, das so genannte autonome Unterwasserfahrzeug, aber enorm leistungsfähig, wie Michael Klages betont:
Es kann 3000 Meter tief tauchen. Je nach Batteriekapazität kann es bis zu 170, 180 Kilometer weit fahren.
Und das, weil es ohne Kabelverbindung zum Mutterschiff durchs Wasser gleitet. Der Tauchroboter ist ein computergesteuertes Mini-U-Boot.
Es ist autonom und es müssen daher alle Informationen, was es tun soll, wie lange es fahren soll und so weiter, vorprogrammiert werden. Diese Information wird in das Gerät eingegeben. Und dann wird das Gerät ins Wasser gegeben, es nimmt Kontakt zum GPS-Satelliten auf und taucht danach ab auf die vorgegebene Tiefe.
Das Unterwasserfahrzeug ist eine Art Spürhund für die Wissenschaftler. Es soll - je nach Auftrag - mit wissenschaftlichen Messgeräten und Sensoren bestückt werden und dann auf vorgegebenem Kurs durchs Wasser fahren. Dabei hat es nur eine einzige Aufgabe: Daten sammeln und das in großen Mengen. 2005 soll der Tauchroboter des Bremerhavener Alfred Wegener Instituts zu seiner ersten Mission starten. Er soll zu einem Schlammvulkan hinabtauchen, der nordwestlich von Norwegen in 1,2 Kilometer Wassertiefe liegt und für die Klimaforschung interessant ist. Michael Klages:
Wir wollen eine wissenschaftliche Nutzlast bauen, die sich aus Methansensoren zusammensetzt, aus einem Seitensichtsonarsystem um das Bodenrelief zu dokumentieren. Zusätzlich einen Temperatur- und Leitfähigkeitsmesssensor, um dann in verschiedenen Flughöhen über diesen Schlammvulkan, der im Durchmesser ungefähr 1,5 km misst, die Verteilung der Gasfahne, die aus dem Vulkan ausströmt in vier Dimensionen, also räumlich und zeitlich zu dokumentieren.
So etwas war bisher nicht möglich. Der kabellose Tauchroboter erweitert das Blickfeld der Wissenschaftler. Das gilt besonders für die Erforschung der eisbedeckten Teile der beiden Polarmeere. Im Bremerhavener Alfred-Wegener Institut brennt man geradezu darauf, die bisher unerforschten Tiefen des antarktischen Schelfeismeeres mit dem Tauchroboter zu erkunden und zu sehen, was sich unter dem bis zu 1,5 Kilometer dicken Eis an Lebewesen tummelt. Bisher wissen die Forscher nur, dass es dort Leben gibt. Sie hoffen, mit ihrem Mini-U-Boot endlich zu erfahren, welche Spezies dort unten ohne Sonnenlicht überlebt. Sie wollen verstehen, wie dieses Ökosystem funktioniert. Das wäre nach Einschätzung von Eberhard Sauter, Geochemiker am Alfred-Wegener Institut, ein großer Schritt für die Polarforschung, allerdings nicht ohne Risiko für das teure Mini-U-Boot:
Das ist ungefähr so ein Schritt wie die ersten Expeditionen ins Nordmeer. Das ist natürlich mit einem gewissen Risiko verbunden, auch damit, das Gerät zu verlieren. Aber das ist nur eine Maschine, die sehr, sehr viel Geld kostet, aber insgesamt sind diese Daten extrem kostbar. Insofern stimmt das Preis-Leistungsverhältnis. Nur es ist klar, man muss das Equipment schon sehr gut kennen, dass man solch einen Schritt unternehmen kann.
Die gelbe Hülle lässt bereits einige Gebrauchsspuren erkennen. Mehrere Wochen hat das Projektteam des Bremerhavener Alfred Wegener Instituts für Polar- und Meeresforschung um den Leiter Michael Klages den neuen Tauchroboter vor der amerikanischen Ostküste getestet. Jetzt liegt das zigarrenförmige Gerät hoch und trocken im Foyer des Bremerhavener Instituts und darf bestaunt werden. Wuchtig ist es nicht, das so genannte autonome Unterwasserfahrzeug, aber enorm leistungsfähig, wie Michael Klages betont:
Es kann 3000 Meter tief tauchen. Je nach Batteriekapazität kann es bis zu 170, 180 Kilometer weit fahren.
Und das, weil es ohne Kabelverbindung zum Mutterschiff durchs Wasser gleitet. Der Tauchroboter ist ein computergesteuertes Mini-U-Boot.
Es ist autonom und es müssen daher alle Informationen, was es tun soll, wie lange es fahren soll und so weiter, vorprogrammiert werden. Diese Information wird in das Gerät eingegeben. Und dann wird das Gerät ins Wasser gegeben, es nimmt Kontakt zum GPS-Satelliten auf und taucht danach ab auf die vorgegebene Tiefe.
Das Unterwasserfahrzeug ist eine Art Spürhund für die Wissenschaftler. Es soll - je nach Auftrag - mit wissenschaftlichen Messgeräten und Sensoren bestückt werden und dann auf vorgegebenem Kurs durchs Wasser fahren. Dabei hat es nur eine einzige Aufgabe: Daten sammeln und das in großen Mengen. 2005 soll der Tauchroboter des Bremerhavener Alfred Wegener Instituts zu seiner ersten Mission starten. Er soll zu einem Schlammvulkan hinabtauchen, der nordwestlich von Norwegen in 1,2 Kilometer Wassertiefe liegt und für die Klimaforschung interessant ist. Michael Klages:
Wir wollen eine wissenschaftliche Nutzlast bauen, die sich aus Methansensoren zusammensetzt, aus einem Seitensichtsonarsystem um das Bodenrelief zu dokumentieren. Zusätzlich einen Temperatur- und Leitfähigkeitsmesssensor, um dann in verschiedenen Flughöhen über diesen Schlammvulkan, der im Durchmesser ungefähr 1,5 km misst, die Verteilung der Gasfahne, die aus dem Vulkan ausströmt in vier Dimensionen, also räumlich und zeitlich zu dokumentieren.
So etwas war bisher nicht möglich. Der kabellose Tauchroboter erweitert das Blickfeld der Wissenschaftler. Das gilt besonders für die Erforschung der eisbedeckten Teile der beiden Polarmeere. Im Bremerhavener Alfred-Wegener Institut brennt man geradezu darauf, die bisher unerforschten Tiefen des antarktischen Schelfeismeeres mit dem Tauchroboter zu erkunden und zu sehen, was sich unter dem bis zu 1,5 Kilometer dicken Eis an Lebewesen tummelt. Bisher wissen die Forscher nur, dass es dort Leben gibt. Sie hoffen, mit ihrem Mini-U-Boot endlich zu erfahren, welche Spezies dort unten ohne Sonnenlicht überlebt. Sie wollen verstehen, wie dieses Ökosystem funktioniert. Das wäre nach Einschätzung von Eberhard Sauter, Geochemiker am Alfred-Wegener Institut, ein großer Schritt für die Polarforschung, allerdings nicht ohne Risiko für das teure Mini-U-Boot:
Das ist ungefähr so ein Schritt wie die ersten Expeditionen ins Nordmeer. Das ist natürlich mit einem gewissen Risiko verbunden, auch damit, das Gerät zu verlieren. Aber das ist nur eine Maschine, die sehr, sehr viel Geld kostet, aber insgesamt sind diese Daten extrem kostbar. Insofern stimmt das Preis-Leistungsverhältnis. Nur es ist klar, man muss das Equipment schon sehr gut kennen, dass man solch einen Schritt unternehmen kann.