
Ein Gericht in Budapest befand die 25-jährige Person für schuldig, gemeinsam mit anderen Aktivisten die Teilnehmer eines rechtsextremen Aufmarsches angegriffen zu haben.
Der Ko-Vorsitzende der Linksfraktion im Europaparlament Schirdewan sagte nach dem Prozess in Budapest, im Urteil sei vorgesehen, dass Maja T. des Landes verwiesen werde. Er gehe deshalb von einer Rückführung nach Deutschland aus. Schirdewan nannte das Verfahren einen "Schauprozess". Auch Sprecher der Bundestagsfraktionen von SPD und Grünen kritisierten das Urteil.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 24 Jahren gefordert, die Verteidigung Freispruch. Der Prozess war wegen der Haftbedingungen vor Ort umstritten, denen T. als queere Person mutmaßlich ausgesetzt war. Gegen das Urteil kann noch Berufung eingelegt werden.
Diese Nachricht wurde am 04.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
