Mineralölkonzerne
ADAC kritisiert steigende Spritpreise bereits vor Ende des "Tankrabatts"

Kurz vor dem Ende des sogenannten Tankrabatts hat der ADAC den Mineralölkonzernen ungerechtfertigte Preiserhöhungen vorgeworfen. Nach Darstellung des Verkehrsclubs zogen die Literpreise für Benzin und Diesel in den vergangenen Tagen bereits an.

    Das Bild zeigt mehrere Zapfsäulen an einer Tankstelle. Im Vordergrund sind vier Zapfpistolen zu sehen, daneben weitere unscharf im Hintergrund.
    Der ADAC wirft den Mineralölkonzernen ungerchtfertigte Preiserhöhungen vor. (Imago / HMB-Media / Marco Bader)
    Im gleichen Zeitraum sanken allerdings die Handelspreise für Rohöl. Der ADAC kritisierte, die Ölkonzerne preisten bereits das Ende der befristeten Steuersenkung ein.
    Die Steuersenkung auf Benzin und Diesel läuft heute aus. Sie umfasste 16,7 Cent pro Liter. Laut dem Ifo-Institutund der Monopolkommission wurde der Rabatt von den Konzernen nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben.
    Der Tankstellenverband BFT erwartet, dass sich das Ende des Tankrabatts an den Zapfsäulen erst morgen Mittag bemerkbar macht, da die Preise derzeit nur um 12.00 Uhr angehoben werden dürfen - und nicht schon um Mitternacht, wenn der Rabatt endet.
    Der Rabatt wurde eingeführt worden, nachdem die Ölpreise infolge des Iran-Kriegs stark angestiegen waren. Autofahrer sollten auf diese Weise entlastet werden. Den Bund kostete der Tankrabatt nach einer Schätzung des Finanzministeriums rund 1,6 Milliarden Euro. Das tatsächliche Volumen werde erst später feststehen.
    Diese Nachricht wurde am 30.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.