Die Partei, die der Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem einstuft, wird der jüngsten Hochrechnung zufolge mit 44,0 Prozent stärkste Kraft. Sie hat damit ihr Ergebnis aus der letzten Wahl mehr als verdoppelt. Die CDU halbierte in etwa ihre Stimmenzahl und wird derzeit bei 17,8 Prozent gesehen. Die Partei Die Linke liegt in der Hochrechnung bei 8,8, die SPD bei 9,1 Prozent. Die Grünen stehen mit leichten Gewinnen bei 8,7 Prozent und das BSW bei 5,1 Prozent. Nicht mehr im Landtag vertreten ist die an der bisherigen Regierung beteiligte FDP, die auf 2,4 Prozent kommt.
Für die Regierungsbildung bedeutet dies, dass die AfD auf einen Koalitionspartner angewiesen wäre - alle anderen Parteien lehnen ein Bündnis jedoch ab. Der AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Siegmund, schloss eine AfD-geführte Minderheitsregierung nach dem derzeitigen Stand der Hochrechungen aus. Die Spitzenkandidatin des BSW, Wittig, deutete an, es gebe "spezifische Projekte", die sich ihre Partei mit der AfD gut vorstellen könne. Mit Blick auf eine Wahl des Ministerpräsidenten sagte sie, sie wolle weder für Siegmund noch für den bisherigen Regierungschef Schulze von der CDU stimmen, sondern für einen überparteilichen Kandidaten.
Schulze gratulierte der AfD zum Wahlsieg. Überlegungen zu einem potenziellen Vier-Parteien-Bündnis erteilte er eine Absage und erklärte, dafür sei aktuell noch nicht die Zeit.
Diese Nachricht wurde am 06.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
