Beschluss
AfD-Bundesvorstand fordert, keine Parteiveranstaltungen mit österreichischem Rechtsextremisten Sellner durchzuführen

Der AfD-Bundesvorstand fordert Mitglieder auf, keine Parteiveranstaltungen mehr mit dem österreichischen Rechtsextremisten Sellner durchzuführen.

    Martin Sellner steht vor Publikum und blickt argwöhnisch nach links.
    Der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner (Archivbild) (imago/photonews.at)
    Das dazugehörige Schreiben soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur an alle Landes-, Bezirks- und Kreisvorstände geschickt werden. Darin werde auf die geltende Position der AfD verwiesen, Distanz zu Sellners Positionen zu signalisieren. Das Schreiben schließe allerdings keine Veranstaltungen mit Sellner aus, bei denen AfD-Politiker nur als Gäste auftreten.
    Der Umgang mit Sellner ist in der Partei umstritten. Während sich der Bundesvorstand um Distanz bemüht, war er zuletzt unter anderem von AfD-Politikern im Thüringer Landtag empfangen worden.
    Sellner ist eine Führungsfigur der als rechtsextremistisch eingestuften Identitären Bewegung. Sein Konzept zum Umgang mit deutschen Staatsbürgern mit Migrationshintergrund verstößt laut Bundesverwaltungsgericht gegen die vom Grundgesetz geschützte Menschenwürde.
    Diese Nachricht wurde am 09.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.