Bundestag
AfD-Chefin Weidel und Kanzler Merz machen sich schwere Vorwürfe in der Generaldebatte

In der Generaldebatte im Bundestag haben sich die AfD-Vorsitzende Weidel und Bundeskanzler Merz gegenseitig schwere Vorwürfe gemacht.

    Weidel spricht am Rednerpult, im Hintergrund ist auf der Regierungsbank Merz zu sehen.
    Bundeskanzler Merz und AfD-Chefin Weidel bei der Generaldebatte im Bundestag (picture alliance / nordphoto GmbH / Christian Schulze)
    Weidel sprach von einem "Totalversagen" der Regierung. Sie erklärte, die Wahl in Sachsen-Anhalt signalisiere das Ende der schwarz-roten Koalition. Weidel bezeichnete den Regierungsentwurf für den Haushalt als verfassungswidrig. Merz entgegnete, die AfD verachte die demokratischen Institutionen und wolle eine - Zitat - "ethnische Säuberung nach Herkunft und Hautfarbe". Der CDU-Vorsitzende bekräftigte, die Bundesregierung wolle mit ihren Reformen die Wirtschaft stärken.
    Im Anschluss wurden die Etats mehrerer Bundesministerien diskutiert. Die Opposition kritisierte etwa die geplante Verwendung der rund 140 Milliarden Euro im Wehretat. Verteidigungsminister Pistorius, SPD, bezeichnete das Budget als Sicherheitsversprechen.
    Der Haushaltsentwurf für 2027 sieht Ausgaben von 555 Milliarden Euro vor. Die Neuverschuldung soll insgesamt bei 200 Milliarden Euro liegen.
    Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.