Erfurt
AfD entgeht Parteitags-Kontroverse um Öffnung gegenüber Rechtsextremen

Zu Beginn des AfD-Parteitags in Erfurt hat die Parteiführung eine mögliche Kontroverse um die Öffnung gegenüber Rechtsextremen verhindert.

    Tino Chrupalla und Alice Weidel nehmen zu Beginn des Parteitags in Erfurt auf dem Podium Platz.
    Die AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla und Alice Weidel haben gleich zu Beginn des Parteitags einen Antrag abgewendet, der möglicherweise eine kontroverse Debatte zur Unvereinbarkeit mit rechtsextremen Gruppierungen ausgelöst hätte. (AFP / JOHN MACDOUGALL)
    Die Kovorsitzende Weidel stellte eine Überarbeitung der sogenannten Unvereinbarkeitsliste binnen eines Jahres in Aussicht. Ein vom Thüringer AfD-Landeschef Höcke unterstützter Antrag wurde kurzfristig zurückgezogen und wird daher nicht mehr auf dem Parteitag behandelt. Derweil wies Weidels Kovorsitzender Chrupalla in seiner Eröffnungsrede Berichte über interne Streitigkeiten zurück. Trotz großangelegter Protestaktionen erreichten fast alle der 600 Delegierten den Parteitag pünktlich. Demonstranten blockierten mehrere Zufahrtswege zum Erfurter Messegelände, darunter eine Autobahn und Bundesstraßen sowie Straßenbahngleise.
    Die Polizei sprach von 20.000 Teilnehmern. Insgesamt werden zu den mehr als 30 geplanten Kundgebungen rund 50.000 Gegner der AfD erwartet.
    Diese Nachricht wurde am 04.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.