Landtagswahl
AfD in Mecklenburg-Vorpommern laut Hochrechnungen stärkste Kraft, CDU mit historisch schlechtem Ergebnis

Die AfD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern den Hochrechnungen zufolge gewonnen.

    AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm (rechts) und Parteichef Tino Chrupalla
    Mecklenburg-Vorpommern: AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm (rechts) und Parteichef Tino Chrupalla (AFP / JOHN MACDOUGALL)
    Die Partei mit Spitzenkandidat Holm kommt laut infratest dimap auf 37,9 Prozent der Wählerstimmen und konnte ihr Ergebnis der letzten Landtagswahl damit mehr als verdoppeln. Die SPD von Ministerpräsidentin Schwesig wird mit 35,7 Prozent angegeben. Auf Platz drei liegt die Linke mit 6,7 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 5,4 Prozent. Die CDU verzeichnet ein historisch schlechtes Ergebnis von 5,0 Prozent und muss damit um den Einzug in den Landtag bangen. Dies gilt auch für das BSW, das bei 4,9 Prozent liegt. Die FDP ist mit 1,0 Prozent nicht im Landtag.
    Mögliche Regierungskoalitionen bleiben unklar. Die bisherige rot-rote Regierung unter Ministerpräsidentin Schwesig verliert ihre Mehrheit. Eine Koalition mit der AfD haben alle anderen Parteien ausgeschlossen.
    Schwesig erklärte nach der Wahl im ARD-Fernsehen, die Mehrheit der Wähler habe sich für demokratische Parteien entschieden. Sie stehe deshalb bereit, ihre Arbeit fortzusetzen. AfD-Spitzenkandidat Holm sieht den Regierungsauftrag bei seiner Partei. Die AfD erwarte von den anderen Parteien Gesprächsbereitschaft. CDU-Spitzenkandidat Peters sprach von einer sehr schweren Stunde.
    Diese Nachricht wurde am 20.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.