Thüringer Parteichef
AfD-Spitzenpolitiker reagieren irritiert auf Aussage von Höcke über "Unterschied" zwischen West- und Ostdeutschen

Der thüringische AfD-Vorsitzende Höcke hat in der eigenen Partei mit einer Aussage zu einem angeblichen Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschen Irritationen ausgelöst.

    Björn Höcke, AfD-Fraktionschef, spricht im Thüringer Landtag.
    Der thüringische AfD-Chef Björn Höcke (Archivbild) (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
    Höcke hatte in einem Interview mit einer Schweizer Zeitung behauptet, Menschen im Westen Deutschlands hätten sich von der amerikanischen Kultur vereinnahmen lassen. Dies sei im Osten anders. Der Bundes-Parteivorsitzende Chrupalla erklärte daraufhin, die AfD sei eine gesamtdeutsche Partei und dass man sich nicht spalten lassen sollte. Ähnlich äußerten sich andere hochrangige Parteimitglieder. Die Bundesvorsitzende Weidel verwies darauf, dass Höcke selbst in Rheinland-Pfalz aufgewachsen ist.
    Der AfD-Verteidigungspolitiker Lucassen warf Höcke eine Wortwahl im Stile der SED vor, der herrschenden Staatspartei in der DDR. Lucassen gehört dem Teil der Partei an, der Höcke besonders kritisch gegenübersteht.
    Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.