Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt
AfD und BSW sprechen laut Bericht über MDR und Corona-Ausschuss

In Sachsen-Anhalt sprechen AfD und BSW bei ihren Sondierungen offenbar über den künftigen Umgang mit dem Mitteldeutschen Rundfunk und einen Corona-Untersuchungsausschuss.

    Vor der Glasfassade des MDR-Landesfunkhauses in Magdeburg sind zwei blaue Fahnen mit der weißen Aufschrift "mdr Sachsen-Anhalt" zu sehen.
    Die Zukunft des MDR in Sachsen-Anhalt ist ungewiss (picture alliance / Joko)
    Die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet, dass sich AfD und BSW darüber einig seien, das Handeln der Behörden während der Corona-Pandemie von einem Untersuchungsausschuss überprüfen zu lassen. Was den öffentlich-rechtlichen Rundfunk betrifft wollen beide Parteien demnach in den kommenden Wochen ausloten, wie ihre jeweiligen Vorstellungen zusammenpassen. AfD-Spitzenkandidat Siegmund hatte angekündigt, die Rundfunkstaatsverträge zügig zu kündigen und ein neues Sendeangebot aufbauen zu wollen. Das BSW will den Berichten zufolge zunächst durch eine Kommission prüfen lassen, ob und in welcher Form der MDR nach seinen Vorstellungen reformiert werden kann.
    Die AfD hatte die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewonnen und stellt 39 Abgeordnete, das BSW fünf. Zusammen verfügen beide Fraktionen damit über 44 der 83 Sitze.
    Diese Nachricht wurde am 26.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.